86-Jähriger stirbt bei Wohnungsbrand

LÜDENSCHEID ▪ Bei einem Feuer im Innenstadt-Wohnhaus Ringmauerstraße 2a ist heute Abend ein 86-jähriger Hausbewohner ums Leben gekommen.

Ein 53-jähriger Nachbar aus dem Dachgeschoss darüber, der noch vergeblich versucht hatte, in die verqualmte Wohnung des 86-Jährigen vorzudringen, musste danach wegen des Einatmens von Rauchgas behandelt werden. Der 53-Jährige hatte nach weiteren Polizeiangaben offenbar den Brandmelder in der Wohnung des 86-Jährigen gehört. Als er nachsehen wollte, war das Treppenhaus bereits so verqualmt, dass er sich nicht mehr zu dem Nachbarn durchkämpfen konnte. Er rannte hinaus auf die Straße und bat einen weiteren Anlieger um Hilfe. Doch da war es bereits zu spät, um nochmals in das Haus einzudringen, aus dessen Fenstern beim Eintreffen der Feuerwehr schon die Flammen schlugen.  Die um 18.38 Uhr alarmierte Feuerwehr war mit starken Einsatzkräften vor Ort. Drei Angriffstrupps versuchten von außen und innen, zu dem Bewohner des Hauses zu kommen, fanden ihn jedoch nur noch leblos vor. Während der Lösch- und Bergungsarbeiten sperrte die Polizei die obere Wilhelmstraße und deren Zugänge mit Flatterband ab, hinter dem bald viele Menschen standen. Die gesamte Lüdenscheider Einkaufsmeile stand voller Einsatzfahrzeuge. Zur Ursache des Feuers gibt es bisher noch keine Angaben. Das Haus ist unbewohnbar, der 53-Jährige kam bei seiner in Lüdenscheid lebenden Schwester unter. Der Brandort wurde nach weiteren Angaben von Polizeisprecher Dietmar Boronowski nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt. Am Dienstag sollen Sachverständige die Ursache des Feuers herausfinden, zu der es bisher noch keine Erkenntnisse gibt. Daneben wird es darum gehen, ob das Wohnhaus in der Altstadt stehen bleiben kann oder abgerissen werden muss. Nachbargebäude wurden offenbar nicht in Mitleidenschaft gezogen.

Rubriklistenbild: © Foto: Baumann

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