Teils kompletter Baumbestand weg

Abtransport: Teilweise verloren Waldbesitzer durch den Sturm gut 90 Prozent ihres Baumbestandes. Da die Nachfrage auf dem Markt recht hoch war, konnten sie das Holz gut absetzen.

BRÜNINGHAUSEN - Die Schneise der Verwüstung war 800 bis 1.000 Meter breit und rund zehn Kilometer lang. Der Sturm am 20. Juni dauerte gerade einmal gut 20 Minuten, aber die Folgen waren enorm: Zwischen 7.000 und 8.000 Festmeter Holz lagen danieder.

Mit Vollerntern wurden sie aus den betroffenen Gebieten geholt.

„Besonders waren das Brüninghausen, Werkshagen und Homert“, sagt Lüdenscheids Förster Marcus Teuber. Die Festmetermenge entspreche einem Drittel des üblicherweise gesamten Jahreseinschlags, macht er die Dimensionen deutlich. „Für einige Waldbesitzer hat es 90 bis 95 Prozent ihres Bestandes erwischt“, fügt er hinzu. Glücklicherweise habe sich der Borkenkäfer zurückgehalten. Die Möglichkeiten, das Holz auf dem Markt unterzubringen, seien aber gut gewesen. Es habe genügend Kapazitäten gegeben, um die eigentlich ja nicht erwartete Warenmenge abzusetzen.

Inzwischen beginnen die Wiederaufforstung auf den teilweise kahlen Hängen, zum Beispiel in Brüninghausen entlang der Versestraße oberhalb der Firma Platestahl. Fichten werden nach Angaben von Marcus Teuber gepflanzt, aber auch Laubbäume. Douglasien werden erst Anfang des nächsten Jahres gepflanzt.

Das Unwetter, das über den südlichen Märkischen Kreis hinwegzog, sorgte gegen Mittag des 20. Juni für einen Ausnahmezustand. Die Feuerwehr löste einen kompletten Stadtalarm aus. Der Tag wurde zur Nacht. Heftige Platzregen gingen in Hagelschauer über, Gullys konnten die Wassermassen nicht mehr fassen. Böen peitschten durch die Straßen, an dem im Bau befindlichen Fachmarktzentrum Schlittenbach kippten einige gerade errichteten Mauern wie Dominosteine um.

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