69-Jähriger geht in Berufung

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Lüdenscheid - Der 69-jährige Angeklagte, den Strafrichter Andreas Lyra am Dienstag zu einer Geldstrafe von 600 Euro verurteilt hat, hat Berufung gegen die Entscheidung eingelegt. Auch die Staatsanwaltschaft will das Urteil von der nächsten Instanz prüfen und korrigieren lassen.

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Der als vermögend geltende Angeklagte soll am 15. Juni im Saturn-Markt im Stern-Center eine Druckerpatrone im Wert von 29,99 Euro in seine Jackentasche gesteckt haben und wurde am Ausgang von einem Ladendetektiv gestellt.

Im Prozess wies der Rentner, der gleich zwei Strafverteidiger aufbot, empört jede Verantwortung von sich. Doch die Zeugenaussagen und die Indizien sprachen nach Überzeugung der Staatsanwältin und des Richters eher für einen Schuldspruch.

Die Geldstrafe setzt sich aus 20 Tagessätzen à 30 Euro zusammen. Die Staatsanwältin hatte fünf Tagessätze mehr beantragt. Bei Urteilen gegen Hartz-IV-Empfänger etwa setzen Gerichte Tagessätze von maximal 15 Euro fest. Der 69-Jährige hatte sein monatliches Einkommen mit gerade einmal 437 Euro Rente deklariert und auf Fragen des Richters hinzugefügt: „Die Immobilien gehören alle meiner Frau.“ Auf Antrag der Staatsanwaltschaft soll die Anzahl der Tagessätze heraufgesetzt werden. Möglicherweise wird in zweiter Instanz auch die Höhe der Tagessätze nach oben korrigiert. - omo

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