Nach Erst- und Zweitimpfung

52 Heimbewohner im MK infiziert - in vielen Fällen trotz Impfung

Eine Pflegerin im Schutzanzug hält die Hand eines Altenheimbewohners. (Symbolbild)
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52 Bewohner von Pflegeeinrichtungen sind derzeit trotz aller Schutzmaßnahmen mit dem Coronavirus infiziert.

Der Märkische Kreis ist weiterhin Corona-Hotspot Nummer eins in Nordrhein-Westfalen. Auch in den Pflegeheimen steigen die Infektionszahlen wieder an.

Märkischer Kreis - Ende Februar waren Erst- und Zweitimpfungen in den heimischen Einrichtungen abgeschlossen. Wochenlang gab es daher nur sehr wenige infizierte Bewohner von Pflegeheimen im Märkischen Kreis. Das hat sich seit der vergangenen Woche geändert.

Am Montag meldete das Gesundheitsamt 52 Bewohner, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden – viele trotz erfolgter Impfung. Auf Nachfrage erklärte Kreissprecher Alexander Bange: „Positive PCR-Tests können trotz Impfung vorkommen. Sie beweisen bei fehlenden Krankheitszeichen die gute Wirksamkeit der Impfung unter Personen, die oft besonders schwer erkranken würden.“ Die Positivfälle in Altenheimen sagen daher nichts über die Schwere der Erkrankung aus.

19 verschiedenen Einrichtungen betroffen

Die 52 infizierten Bewohner verteilen sich laut Kreissprecher Hendrik Klein auf 19 verschiedene Einrichtungen im gesamten Kreisgebiet. Die Pressestelle verweist darauf, dass es sich bei den Infektionsfällen auch um neu aufgenommene Bewohner handeln könnte, die nicht sofort geimpft werden. Erst bei sechs Heimzugängen führe das mobile Impfteam eine Impfung in der Einrichtung durch. Zudem gebe es keine Impfpflicht. Senioren könnten sich dagegen entscheiden.

Lediglich bei einem ambulanten Pflegedienst (zehn Infizierte) und in einem Pflegeheim in Lüdenscheid (14 Infizierte) gibt es eine Häufung der Fallzahlen. Bislang habe das Gesundheitsamt keine Informationen, dass es zu sogenannten „Impfdurchbrüchen“ in stationären Altenpflegeeinrichtungen im Märkischen Kreis gekommen ist. Für die Zukunft kann das nicht ausgeschlossen werden. „Ein Impfdurchbruch bedeutet aber nicht, dass die Corona-Schutzimpfungen nicht schützen“, sagt Bange und verweist auf die leichteren Krankheitsverläufe.

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