Dauerausstellung in den Museen

Noch kein Geld für Lüdenscheid: Kosten müssen genauer kalkuliert werden

NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach Lüdenscheid Dauerausstellung Museen
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NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach trug sich im Beisein von Bürgermeister Dieter Dzewas in das Goldene Buch der Stadt ein.

Am 9. September überbrachte Ministerin Ina Scharrenbach vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen bei einem Besuch in den Museen Lüdenscheids die Förderzusage in Höhe von 1,489 Millionen Euro für die neue Dauerausstellung. Jetzt muss sich der Rat mit der Bereitstellung von 90000 Euro für eine Kostenkalkulation beschäftigen.

  • NRW-Ministerin stellt 1,489 Millionen für die Dauerausstellung in Aussicht
  • Bezirksregierung will eine genauere Kostenkalkulation
  • Rat soll 90 000 Euro für eine neue Planung bewilligen

Lüdenscheid - Die Freude und Erleichterung waren riesig, als Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, am 9. September und damit vier Tage vor den Kommunalwahlen in NRW in den Museen der Stadt erklärte: „Deswegen kann ich Ihnen heute nur die Förderzusage über 1,489 Millionen Euro geben. Das ist mehr, als Sie erwartet haben. Aber Heimat, das sind Ihre Ideen, und das ist Ihre Kreativität.“

Einen entsprechenden Förderbescheid hatte die Ministerin, die auf Einladung von Gordan Dudas MdL (SPD) nach Lüdenscheid kam, nicht in den Taschen ihres himmelblauen Blazers. Der Grund: Der Bescheid sei nicht rechtzeitig fertig geworden. Nun werden überraschend sowohl Förderbescheid als auch das Geld, mit dem der Bau der Dauerausstellung gesichert war oder wäre, noch eine Weile auf sich warten lassen. Die nötigen Ausschreibungen liegen erst einmal auf Eis. denn mit der Rückmeldung über die Bezirksregierung, so heißt es in einer Vorlage für die Ratspolitiker, wurde am 23. Oktober klar, „dass der Förderbescheid erst mit Bewilligung des Landeshaushaltes 2021 an die Stadt Lüdenscheid ergehen kann“.

Die Museen hatten bereits mit dem Antrag auf Förderung eine entsprechende Kostenschätzung vorgelegt – für die Zusage der Ministerin völlig ausreichend, für den Erlass des Förderbescheids allerdings nicht. Nun muss ein Planungsbüro beauftragt werden, das, so Stadtpressesprecher Sven Prillwitz, „den Detail-Grad schärft“. Gespräche führt derzeit Museumsleiter Dr. Eckard Trox mit der Bezirksregierung, um zu verhindern, dass der Förderantrag nachträglich abgelehnt wird. Prillwitz: „Die Kostenschätzung ist offenbar nicht ausführlich genug.“

Fördermittelgeber stellen Ansprüche

Was bedeutet: Weitere Gelder müssen bereitgestellt werden, um möglichst schnell noch eine Planung vorzulegen, die dann den Ansprüchen der Fördermittelgeber genügt. Über 90 000 zusätzliche Euro müssen die Ratsmitglieder in ihrer Sitzung am 16. November befinden, die zwar im Haushalt abgedeckt sind, von denen „wir aber nicht wissen, wie viel wir wirklich brauchen“, so Prillwitz. Man wolle in dieser Sache zumindest so schnell wie möglich handlungsfähig werden. Dennoch heißt es seitens der Stadt: „Die zugesagte Förderung ist sicher!“

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