4500-Euro-Spende für syrische Flüchtlingsfamilien

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Michael Wirth, Natasa Bramey-Dudas, Sabine Lorenz und Klaus Majoress (v.l.n.r.) bei der Aufnahme eines Radio-Beitrags für Radio-MK, der am 14. April ab 20 Uhr gesendet werden soll.

Lüdenscheid - Die Spende des Rotary-Clubs Lüdenscheid-Zeppelin über 4500 Euro machte es möglich: Vier syrische Flüchtlingsfamilien in Lüdenscheid konnten unterstützt werden.

„Die Flüchtlingsberatung des Diakonischen Werkes konnte die Familienzusammenführung bewerkstelligen, Flugtickets bezahlen, die Kosten für die Ausreiseformalitäten decken“, erklärt Klaus Majoress, Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg.

Möglich geworden war die Spende durch das Engagement des Rotary-Clubs Lüdenscheid-Zeppelin. Regelmäßig bringt der Club Projekte an den Start, die Gelder für gemeinnützige und caritative Zwecke einbringen.

Im vergangenen Jahr heckten die Rotarier einen sehr ambitionierten Plan aus. „Bei einem Treffen am 17. September ging es um die Projektplanung. Die Idee: ‘Wir produzieren eine CD mit Kurzgeschichten und Musik!’ Der Zeitrahmen war sehr eng. Aber ich habe gesagt: ‘Wir machen das!’“, berichtet Natasa Bramey-Dudas.

Das Rotary-Mitglied erinnert sich: Fest stand, dass am 5. Dezember ein großes Benefizkonzert mit dem Landespolizeiorchester und der Band „iJazz“ in der Christuskirche stattfinden sollte. Die Einnahmen sollten syrischen Flüchtlinge zugute kommen.

„Die Hör-CD wollten wir im Rahmen des Konzerts verkaufen können. Die CD musste also bis Ende November fertig sein. Da waren viele skeptisch“, erklären Natasa Bramey-Dudas und ihre Rotary-Kollegin Sabine Lorenz.

Zuerst ging es auf Autorensuche. Zehn Geschichten von Autoren wie Klaus Majoress, Gerd Ellenbeck, Marian Heuser und Rudolf Sparing wurden gesammelt. Auch Vorleser wurden gebraucht – und gefunden. Mit dabei waren unter anderen Bürgermeister Dieter Dzewas, Thomas Wewers und Michael Wirth von der Flüchtlingsberatungsstelle des Diakonischen Werkes.

„Der Zeitplan war stringent geplant und sehr ambitioniert. Aber wir haben es geschafft“, freut sich Sabine Lorenz. Jetzt konnten die Aufnahmen beginnen.

Ingo Starink, Inhaber der Music Store Musikschule, stellte sein Tonstudio zur Verfügung und mischte die einzelnen Aufnahmen ab. Ulrich Frenschkowski, Vorsitzender der Märkischen Kulturkonferenz, steuerte die Musik, bestehend aus klassischen Stücken, bei.

Und damit ist die Riege der ehrenamtlich engagierten Lüdenscheider, die die „Hömma“-CD an den Start brachten, noch nicht komplett. Rechtsanwältin Christine Buchheister klärte die rechtlichen Fragen, Matthias Czech von der Lüdenscheider Werbeagentur „David&Goliath“ kümmerte sich um das Layout und das Booklet.

Arno Seltmann, Chef der Druckerei Seltmann, übernahm den Druck. „Durch diese geballte Hilfestellung mussten wir lediglich Geld für die CD-Rohlinge und die Pressung aufbringen. Und so war der Spendenertrag auch hoch“, betont Natasa Bramey-Dudas.

900 CDs kamen pünktlich aus dem Presswerk. „450 Exemplare haben wir bereits verkauft“, erklärt Sabine Lorenz. Aber der Rotary-Club Lüdenscheid-Zeppelin will noch mehr: „Wir wollen auch den Rest verkaufen – und eine weitere Spende für die Flüchtlinge leisten.“ Ein Plan, über den sich Klaus Majoress freut: „Wir können das Geld für unsere Flüchtlingsarbeit gut gebrauchen.“

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