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AOK-Firmenlauf: 4500 Aktive in der City - alle Fotos hier

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Von: Thomas Machatzke

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Firmenlauf Lüdenscheid Turbo schnecken
Zurück in der Lüdenscheider City: Am Freitagabend fand die 18. Auflage des AOK-Firmenlaufes statt. 4505 Aktive aus 288 Firmen gingen auf die sechs Kilometer lange Strecke. Es war ein Schritt zurück in Richtung Normalität nach zwei Jahren Pandemiepause. © Cedric Nougrigat

Die 18. Auflage des AOK-Firmenlaufs in Lüdenscheid ist auch ohne Rekorde eine besondere. Sie ist, wenn man so will, ein besonders beeindruckendes Comeback nach zwei Jahren Pandemiepause.

Lüdenscheid – Auf dem Rathausplatz sieht es so aus wie so oft in den vielen Jahren des AOK-Firmenlaufes. Gut gelaunte Frauen und Männer in kreativ gestalteten T-Shirts. „Wir sind für jeden Dreck zu haben!“, steht auf dem Rücken der gelben Shirts der Lüdenscheider STL. Einheitslook im Team ist üblich. Mal gewagter, mal konservativer.

Und doch ist es ein besonderer Firmenlauf. Die 18. Auflage ist die Auflage, für die es drei Anläufe gebraucht hat. 2020 im ersten Corona-Jahr wurde der Firmenlauf wie so vieles abgesagt, 2021 waren Großevents auch nicht en vogue. So ist die 18. Auflage eine Art Restart, und vor allem ein Schritt zurück in Richtung Normalität.

Normalität, das klingt banal. Die Pandemie indes hat die Menschen gelehrt, dass das Selbstverständliche vielleicht gar nicht selbstverständlich ist. Die Gemeinschaft mit vielen. Das Feiern nach der sportlichen Betätigung. Die Nähe zum Nächsten. Im Sommer 2022 gibt es zwar die Corona-Sommerwelle, aber auch den Mut, vieles unter freiem Himmel wieder zu wagen, was lange obsolet gewesen ist.

AOK-Firmenlauf in Lüdenscheid: 4500 Aktive in der City

Dass Firmenlauf-Chefin Brigitte Klein (Turbo-Schnecken Lüdenscheid), die die Idee 2003 nach Lüdenscheid getragen hat, nun am Ende offiziell 4505 Aktive aus 288 Firmen für die 18. Auflage vermeldet – es ist nach nüchternen Zahlen der drittschlechteste Wert in den 20 Jahren und vor dem Pandemie-Hintergrund trotzdem ein bemerkenswert guter. Vielleicht auch mit Blick darauf, dass auch die Pandemie an mancher Firma nicht spurlos vorübergegangen ist. Der Sommer 2022 ist auch der Sommer, in dem die Kostal-Gruppe das Aus für drei Produktionsstandorte verkündet hat. Der Sommer der Inflation und Zukunftsangst. Nicht überall ist das Betriebsklima dieser Tage so, dass man gerne nach Feierabend mit den Kollegen läuft..

„Manchmal habe ich gedacht, es ist wieder wie beim ersten Firmenlauf“, sagt Klein, als alle Aktiven wohlbehalten nach den sechs Kilometern durch die City wieder im Ziel sind, „du hast ganz neu Helfer und Streckenposten suchen müssen. Das war nicht leicht, aber als am Mittwoch endlich alles stand, da wusste ich: Es wird klappen!“

Gut 300 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind am Abend im Einsatz. Bis in die Nacht, denn gefeiert wird wie vor der Pandemie. Auch das gehört zum Firmenlauf. Auch wenn der Rathausplatz nicht so voll ist wie bei den Rekordauflagen. Es sind mal 7000 Aktive gewesen. Aber Klein ist froh, dass es nun in diesem Rahmen so gut gelaufen ist. „Es hat so viele positive Rückmeldungen gegeben“, sagt sie, „die Leute sind happy, dass es wieder stattfindet. Und ich bin erleichtert, dass alle gesund im Ziel sind. Das ist immer meine allergrößte Sorge.“

Das Wetter, es ist in jedem Jahr ein Thema beim Firmenlauf. Mal war es so stürmisch, dass er abgesagt werden musste. Mal so schwül, dass das Laufen für Ungeübte eine Zumutung war. Nun zum ungewohnten August-Termin ist es nach einem heißen Sommertag ein Sommerabend wie aus dem Bilderbuch. Die Temperaturen sind fordernd, aber im Schatten und bei einem Windzug geht es ganz gut. So drücken die Läuferinnen und Läufer der Stadt an diesem Abend ihren Stempel auf. So wie sie es immer getan haben bis ins Jahr 2019 hinein. Und es bleibt die Erkenntnis: Der Firmenlauf hat durch die Pandemiepause nichts von seiner Faszination eingebüßt. Viel mehr hat man von der 18. Auflage nicht verlangen können.

Inklusionsgedanke, schnelle Aktive und das beste Outfit

„Wir machen mit. Inklusion läuft!“: Die 18. Auflage des Firmenlaufes stand im Zeichen des Inklusionsgedankens, und so gaben Anna Scharnhoop und Fabian Schwarz vom Märkischen Johanneswerk um 19.30 Uhr den Startschuss. Um den sportlichen Ehrgeiz ging’s eigentlich nicht, aber einen schnellsten Läufer gab’s doch: Das war auf den sechs Kilometern Tom Harder (19:10 Minuten). Für Harder, der aus Bielefeld stammt und für den SV Brackwede läuft, war es der erste Firmenlauf. Er startete für die Post. Die schnellste Frau im Feld war Paula King (Weinreich) – die Junioren-DM-Teilnehmerin der LG Lüdenscheid kam nach 23:40 Minuten ins Ziel. Der Preis für das beste Outfit ging an den Rettungsdienst des Märkischen Kreises, der das Haus Hellersen und das Pflegeteam Dressler aus Plettenberg auf Rang zwei und drei verwies.

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