NRW-Verkehrsminister Groschek

A 45-Baustellen: Bündnis Infrastruktur wirbt für Akzeptanz

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Vertreter der IHKs, der DGB-Regionen, des Landesbetriebs Straßen.NRW sowie NRW-Verkehrsminister Michael Groschek stellten Politikern und der interessierten Öffentlichkeit das neue regionale Bündnis für Infrastruktur vor und feierten die Freischaltung der neuen Internetseite www.a45wirdneu.de.

Lüdenscheid - Verengte Fahrbahn, Tempolimit, Stau – manchem Autofahrer gehen die Baustellen auf der A 45 auf die Nerven. Ein neues regionales Bündnis für Infrastruktur wirbt um Verständnis und hebt die Bedeutung des sechsspurigen Ausbaus und der Brückenerneuerungen hervor. Beim Besuch des NRW-Verkehrsministers Michael Groschek wurde es vorgestellt.

Im Bürgerforum des Rathauses kamen am Freitag die beteiligten Akteure zusammen: Vertreter der Industrie- und Handelskammern zu Dortmund, zu Hagen und Siegen, der DGB-Regionen Dortmund-Hellweg, Ruhr-Mark und Südwestfalen sowie des Landesbetriebs Straßen.NRW.

Das Bündnis will die gesellschaftliche Akzeptanz der Baumaßnahmen fördern und die zügige Abwicklung letzterer auf diese Weise unterstützen.

"Die Lebensader der südwestfälischen Wirtschaft"

SIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Ralf Geruschkat betonte, die A 45 sei schließlich „die Lebensader der südwestfälischen Wirtschaft“, aber nicht nur für die Unternehmen selbst, sondern auch für die Arbeitnehmer von Bedeutung.

Bündnis für Infrastruktur mit NRW-Verkehrsminister Michael Groschek

Den Ball nahm Stefan Marx, Regionsgeschäftsführer Ruhr-Mark des Deutschen Gewerkschaftsbundes, auf. Unter anderem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf spiele dabei eine große Rolle. „Freizeit bedeutet nicht, im Stau zu stehen, dann in Stress und Hektik zur Kita zu hetzen und Ärger zu bekommen, weil es nicht rechtzeitig geklappt hat“, berichtete er aus der Lebenswirklichkeit zahlreicher betroffener Arbeitnehmer.

Baustellen-Jahrzehnt auf der A 45

Michael Groschek schlug den Bogen zurück zu den Vorhaben: „NRW hat ein Jahrzehnt der Baustellen vor der Brust. Aber das ist keine Drohung, sondern ein Versprechen.“ Ein Geschenk sei es, dass es rund 8,5 Milliarden Euro vom Bund für den Ausbau von Schienen gebe – und 14 Milliarden zur Beseitigung von Engpassstellen auf den Autobahnen.

NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) hob die Bedeutung einer starken Infrastruktur hervor.

Der Zustand der A1-Rhein-Überquerung bei Leverkusen und die damit verbundenen Sperrmaßnahmen für Lkw hätten endlich mediale Aufmerksamkeit auf die Versäumnisse im Infrastrukturausbau in ganz Westdeutschland gelenkt. Die A 45 mit ihren „Bröckelbrücken“ – neben der Rheinbrücke das zweite große Projekt, das mittlerweile angepackt werde – sei da die nächste böse Überraschung gewesen.

Informationen über den Ausbau

Nicht zuletzt, weil der Dreiklang von Ökologie, Ökonomie und Sozialem beim Ausbau der A 45 berücksichtigt werden müsse, sei die Zusammenarbeit in dem neuen Bündnis von Bedeutung – und „damit endlich die leidende Mehrheit der Menschen, die im Stau steht, eine starke Stimme bekommt“. Neben dem neuen regionalen Bündnis setzt sich bereits seit September 2016 ein Bündnis auf Landesebene für Akzeptanz ein.

Den aktuellen Stand mehrerer Brückenbaustellen – Lennetal, Brunsbecke, Kattenohl, Rälsbach und Ringsdorf – hatte Karl-Hermann Metz von Straßen.NRW im Gepäck. Ständig neue Infos sollen alle Interessierten ab sofort auch auf einer speziellen Webseite finden, die gestern freigeschaltet wurde - www.a45wirdneu.de.

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Ausbau der A45 - eine Herausforderung für Ingenieure und Autofahrer

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