400 000 Euro Mehrkosten für Staberg-Pausenhalle

Wird um 400 000 Euro teurer als geplant: Die künftige Pausenhalle für die beiden Staberg-Gymnasien.

LÜDENSCHEID ▪ Böse Überraschung nach der Ausschreibung für die Staberg-Pausenhalle: Um 400 000 Euro über den geplanten Baukosten liegt das günstigste der eingereichten Angebote.

Als Grund für die Kostenexplosion nannte Frank Kuschmirtz, Leiter der Zentralen Gebäudewirtschaft (ZGW) der Stadt, gestern auf Anfrage der LN die im Laufe der Planung immer höher gewachsenen Standards: „Während wir 2008 einen Schlichtbau geplant hatten, kamen auf Wunsch von Schulen und Eltern eine industriemäßig ausgestattete Küche, Sanitär- und Nebenräume hinzu, die mit 172 000 Euro zu Buche schlugen.“ Dann wurde eine zweite Ebene eingeplant, die mit Büro und Abstellflächen weitere 72 000 Euro kostete. Sie machte zudem wegen der Vorgabe der Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen einen Aufzug nötig, der 62 000 Euro kosten soll. Weitere allgemeine Kostensteigerungen machten 53 000 Euro aus.

Der ursprüngliche Kostenansatz von rund einer Million Euro sei von daher nicht falsch, aber angesichts der Zusatz-Ausstattungen nicht mehr zu halten gewesen. Kuschmirtz räumte ein, dass das ZGW in der Planungsphase nicht nachdrücklich genug auf die finanziellen Folgen der Zusatzwünsche hingewiesen habe. Stattdessen habe man gehofft, dass die am Boden liegenden Baupreise die Pausenhalle in der Komplettversion für das veranschlagte Geld doch noch möglich machen würden: „Das hat in der Vergangenheit häufiger geklappt, hier aber nicht. Vor möglichen Mehrkosten nicht laut genug gewarnt zu haben, sei ein Fehler gewesen. „Da ducke ich mich auch nicht weg.“

Angesichts der neuen Lage werde die beabsichtigte Vergabe der Arbeiten durch den Rat am Montag nicht durchzuführen sein: „Wir wollen erst ausführlich informieren.“

Ob der Baubeginn im Oktober und die Fertigstellung im Sommer 2011 erfolgen können, hängt von der Politik ab. Sattelt der Stadtrat das Geld drauf, könnte alles noch nach Fahrplan klappen. Sagt der Rat jetzt aber Nein, müsste es für die Ursprungsversion eine neue Ausschreibung geben. Das Konzept dafür liege noch in der Schublade, erklärte Kuschmirtz

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