"Flug" zum Stern-Center

Pläne für längste City-Zipline der Welt vorgestellt - in Lüdenscheid!

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So könnte die Zielstation auf dem Dach des Stern-Centers aussehen. 

Lüdenscheid - Ziplines gibt es in London und Dubai - und, wenn es nach Visionären und Experten geht, künftig auch in Lüdenscheid. Sie sind sicher: Der "Flug" über die Lüdenscheider Innenstadt ist machbar. Es wäre die längste City-Zipline der Welt. 

Am Donnerstag in großer Runde im Humboldt 4C war Björn Jäger der Applaus sicher. Er stellte die Vision 71 der Lüdenscheider Visionäre vor: Eine Zipline,die im Netz als Flugerlebnis mit Adrenalinkick beschrieben wird, ist im Kern eine Ein-Mann-Seilbahn. 

Zipline in Paris: Mit der Seilrutsche den Eiffelturm hinunter

Gesichert klickt man sich ein und rutscht am Stahlseil vom Start- zum Zielpunkt. Auch wenn „noch 1000 Fragen geklärt“ werden müssten, sei doch ein Anfang gemacht, erzählte Jäger, der kurzerhand ein Profi-Team aus Südtirol eingeladen hatte, damit es die Idee vor Ort grundsätzlich auf Machbarkeit überprüfe. 

Sie fanden nicht nur einen geeigneten Start- und Landepunkt, sondern hielten die Investitionskosten von einer halben Million Euro auch für durchaus refinanzierbar durch die Nutzer. Altbürgermeister Friedrich-Karl Schmidt zögerte nicht lange und meldete sich freiwillig für die erste Fahrt: „Das mache ich.“

Björn Jäger

Die Botschaft der Experten lautet: Eine Zipline (deutsch Seilrutsche) durch die Lüdenscheider Innenstadt ist machbar. Der natürliche Höhenunterschied zwischen Start- und Zielpunkt beträgt 36 Meter. Durch Aufbauten könnte er auf 40 Meter erhöht werden. 

535 Meter Länge mit 8 Prozent Gefälle

Auf 535 Metern Länge ergibt sich dann ein durchschnittliches Gefälle von 8 Prozent. Nach den Berechnungen der Experten können so Geschwindigkeiten von bis zu 40 Kilometer pro Stunde erreicht werden.

Die „Flugzeit“ beträgt rund 40 Sekunden.

Zielpunkt ist laut erster Planung das Dach des Stern-Centers.

Ein möglicher Startpunkt könnte auf dem Staberg eingerichtet werden. 

Die Visionäre haben auch schon Vorstellungen, wie so ein Flug aussehen könnte: Die Tickets werden in der Innenstadt verkauft. Dort müssen Kunden ein Pfand hinterlegen, das sie nach erfolgtem „Flug“ wieder in Empfang nehmen können. Mit dem Ticket geht es zum Startpunkt.

Pro Stunde sind rund 40 "Flüge" möglich

Dort werden Helm, Gurt und Laufwerk (zum Einhängen in das Seil) angelegt, undlos geht der „Flug“ über die Lüdenscheider Innenstadt. Anschließend müssen Kunden Helm, Gurt und Laufwerk im Ticketshop abgeben und erhalten ihr Pfand zurück. Pro Stunde sind maximal rund 40 Flüge möglich. 

Wie teuer ein „Flug“ in Lüdenscheid würde, steht noch nicht fest. Vergleichbare Angebote in Europa kosten zwischen 30 und 40 Euro. Das Seil wird bei Neubauten von Seilrutschen per Hubschrauber gespannt. Das „Fliegen“ soll durch eingesetzte Gummirollen praktisch lautlos sein.

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