28,1 Prozent mehr Einbrüche in Lüdenscheid

Lüdenscheid - Die Vielzahl von Tageswohnungseinbrüchen ist wie erwartet das Hauptproblem bei der Bekämpfung der Kriminalität in der Kreisstadt. Während die Fallzahlen in der Kriminalitätsstatistik insgesamt von 6102 im Jahre 2012 auf 5555 im vergangenen Jahr um erfreuliche neun Prozent gesunken sind, verzeichnen die Ermittler 123 Wohnungseinbrüche im Jahr 2013. Im Vorjahr waren es 96.

Von Olaf Moos

Das entspricht einer Steigerung von 28,1 Prozent. Gleichzeitig ist die Aufklärungsquote nach Einbrüchen in Lüdenscheid von 14,6 auf 5,7 Prozent abgesackt.

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Die Statistik, die die Ermittlungsbehörden auf der Basis von Zahlen des Landeskriminalamtes vorstellte, weist aber auch aus, dass es im vergangenen Jahr in Lüdenscheid weitaus friedlicher und in Einzelbereichen auch sicherer zugegangen ist als 2012. Die Quote der Gewaltkriminalität ist um 25,2 Prozent gesunken, mit 208 Fällen 75 Weniger als 2012. Auch Sachbeschädigungen hat es nicht mehr so oft gegeben wie im Vergleichsjahr. Hier verzeichnen die Polizeistatistiker einen Rückgang von 18,9 Prozent auf 665 Fälle; 2012 waren 820.

Auch die Zahl von Delikten wie gefährliche und schwere Körperverletzung zeigt einen positiven Trend. 184 Fälle waren es 2012, „nur noch“ 131 im vergangenen Jahr, das entspricht einem Rückgang von 28,8 Prozent. Die Aufkläörungsquote ist hier leicht von 79 auf 81 Prozent angestiegen. Ebenfalls positiv schlägt die Entwicklung in Sachen Raubdelikte zu Buche: Hier entwickelte sich die Zahl von 82 (2012) auf 65 (2013) und schrumpfte damit um 20,7 Prozent.

Die Entwicklung der Rauschgiftkriminalität in der Kreisstadt spricht eine ähnliche Sprache. Hier ist eine Abnahme von 8,2 Prozent zu verzeichnen. Angesichts der vergleichsweise selten Vorkommnisse erscheint die Zahl der Autodiebstähle als Randnotiz. Immerhin aber sank die Fallzahl hier von 18 auf elf und damit um 38,9 Prozent.

Die Verteilung der Kriminalität im Märkischen Kreis staffelt sich laut aktueller Statistik höchst unterschiedlich. Kreisweit liegt sie demnach „deutlich unter dem Landesdurchschnitt“. Lüdenscheid und Iserlohn liegen mit ihrer Belastung an der Spitze des Kreises, laut Kreispolizeibehörde aber immer noch unter dem Landesdurchschnitt.

Zum landesweiten Anstieg der Quote der Wohnungseinbrüche um 1,5 Prozent und der auf 13,6 Prozent gesunkenen Aufklärungsquote sagte der Landesvorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BdK), Wilfried Albishausen, unter anderem: „Dies verunsichert die Menschen, die als Opfer in ihrem persönlichen Lebensumfeld sehr beeinträchtigt werden und lässt die Kriminalitätsfurcht im Wohnquartier ansteigen.“

Die Zahlen in den Kreispolizeibehörden seien unterschiedlich angestiegen oder sogar auch gesunken, so der BdK-Landeschef. Das dürfe aber nicht über die Gesamtentwicklung hinwegtäuschen.

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