Nur 28,1 Prozent arbeiten außerhalb der Stadtgrenze

LÜDENSCHEID ▪ Der Löwenanteil von Lüdenscheids Erwerbstätigen arbeitet in der Bergstadt. Lediglich 9861 der hier lebenden 35.148 Berufstätigen fahren zur Arbeit über Lüdenscheids Stadtgrenzen hinaus – das sind 28,1 Prozent. Nur vier Städte und Gemeinden in ganz Nordrhein-Westfalen weisen eine niedrigere Auspendlerquote auf.

Im Durchschnitt arbeitet landesweit sogar etwa jeder zweite außerhalb seines Wohnortes. Dies geht aus der jetzt veröffentlichten Pendlerrechnung des statistischen Landesamtes „IT.NRW“ (Information und Technik Nordrhein-Westfalen) für alle 396 Städte und Gemeinden unseres Bundeslandes für das Jahr 2010 hervor.

19.244 Einpendler (43,2 Prozent) sorgen dafür, dass alle 44.531 Arbeitsplätze auch besetzt sind. Damit landet die Bergstadt auf Rang 336; nur 60 Städte und Gemeinden haben niedrigere Einpendlerquoten. Die meisten anreisenden Erwerbstätigen verzeichnet landesweit Holzwickede (80,1 Prozent). Im Märkischen Kreis weisen Schalksmühle (61,3 Prozent; Rang 64), Nachrodt-Wiblingwerde (59,3; 86) und Herscheid (55,6; 129) die höchsten Einpendlerquoten auf. Die meisten Auspendler im Märkischen Kreis haben laut Statistik ebenfalls – in anderer Reihenfolge – Nachrodt-Wiblingwerde (77,7 Prozent; Rang 20), Herscheid (71,6; 93) und Schalksmühle (66,5; 170).

Die meisten Einpendler aus den einzelnen Städten und Gemeinden des Kreises kommen aus Altena (1782/davon weiblich 885), Halver (1687/832), Schalksmühle (1622/799) und Werdohl (1437/740) nach Lüdenscheid. Aber auch aus Dortmund reisen noch 605/220 Erwerbstätige an.

Die 9861 Lüdenscheider Auspendler fahren Morgen für Morgen bevorzugt in die Arbeitsorte Halver (977/davon weiblich 376), Hagen (954/365), Schalksmühle (881/367) und Werdohl (697/225). Auf Platz 8 liegt hier Dortmund, das 425/166 Lüdenscheider ansteuern. Und immerhin 214 Bergstädter nehmen sogar durchschnittlich 55,3 Kilometer als Anreiseweg nach Köln in Kauf. ▪ wok

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