2500 Euro für Schülerhilfe Togo

Aus erster Hand berichteten Kossivi Missadji (links) und Roman Johanngieseker im Saal von St. Joseph und Medardus nach einer Togo-Reise über den Stand der Schülerhilfe „Secours enfance“.

Lüdenscheid - Das in der Pfarrgemeinde St. Joseph und Medardus traditionelle gemeinsame Mittagsmahl am ersten Sonntag eines Monats hat ganz im Zeichen des Togo-Kreises gestanden. Die Schülerhilfe „Secours enfance“ beging an diesem Tag nämlich offiziell ihr zehnjähriges Bestehen.

Mit Cous-Cous, togoischem Schmalzgebäck und gebratenen Bananen wurden all jene zum Essen eingeladen, die nach dem Gottesdienst den Weg in den Gemeindesaal gefunden hatten. Kunstgewerbliches aus Togo konnte auf einem der Tische bewundert und eine unkommentierte Diashow über den jüngsten Besuch deutscher Mitglieder von „Secours enfance“ ins Projektgebiet nach Togo betrachtet werden. Ein Trio bot Klang und Rhythmus afrikanischer Trommeln. Pfarrer Johannes Broxtermann überraschte den Togokreis zum Zehnjährigen mit einem Beitrag der gesamten Gemeinde. Ein Teil der Erlöse aus Pfarrfest, Weihnachtsmarkt und anderen Aktivitäten ging an „Secours enfance“. Als sichtbares Zeichen überreichte Broxtermann dem Gründer von „Secours enfance“, Kossivi Missadji einen Scheck über 2500 Euro.

Eindrücke aus Togo vermittelten Roman Johanngieseker und Kossivi Missadji, die anhand von Dias über Land und Leute berichteten. „Ein unheimlich junges Land“ sei Togo. Da Schlüsselindustrien fehlten, versuchten viele ihren Weg als Kaufmann zu machen in einem Land, das Kinderarbeit kennt, das zu den ärmsten Ländern den Kontinents zählt. „Wir wollten dem Projekt auf die Finger schauen“, gab Johanngieseker zu den Gründen der Reise an. So wurden die unterstützten Grundschulen aufgesucht, mit Lehrern und Schülern gesprochen. Von den Schulen werde bei Kontakten meist erweiterter Bedarf angemeldet. Damit gehe „Secours enfance“ sehr vorsichtig um, schließlich habe man Schulgebühr, Ausgaben für Uniform, Lehr- und Schreibmaterial im Fokus.

Ausnahmsweise, ergänzte Kossivi Missadji, gebe es auch Spenden für Schulbänke oder Hilfe beim Stromanschluss. Licht sei wichtig für Nachmittagsunterricht, aber auch für stark nachgefragte Erwachsenenbildung. - usc

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