21-Jähriger rutscht knapp am Abgrund vorbei

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Nach einem spektakulären Unfall auf der A45 hing ein Rad des Pkw bereits über dem rund acht Meter tiefen Abgrund hinunter zur Treckinghauser Straße.

LÜDENSCHEID ▪ Großes Glück hatte ein 21-Jähriger aus Hamm spät am Heiligen Abend. Er kam auf der A 45 in Lüdenscheid von der Fahrbahn ab. Eine Schneewehe am Rand wurde dabei regelrecht zur Sprungschanze für sein Auto. Es überschlug sich in einer Böschung und kam schließlich kurz vor dem Abgrund am Viadukt über der Treckinghauser Straße zum Stehen.

Mohamed Bouachir

Er feiert kein Weihnachten, doch an Heiligabend kann Mohamed Bouachir nach einem spektakulären Unfall auf der A45 künftig seinen zweiten Geburtstag feiern. Der 21-Jährige war in der heiligen Nacht auf der A45 unterwegs in Richtung Hamm. Er hatte es eilig, fuhr auf der linken Fahrspur, da rechts sehr langsame Autos unterwegs waren, erzählte der Unfallfahrer im Gespräch mit den LN. Als rechts wieder frei war, wollte der Hammer die Fahrspur wechseln, denn der rechte Fahrstreifen war besser geschoben.

Schneehaufen wirkt wie Sprungschanze

Beim Spurwechsel passierte es. Auf schneeglatter Fahrbahn kam der junge Mann ins Schleudern und rutschte im stumpfen Winkel auf die rechte Leitplanke zu. Der dort aufgetürmte Schnee wirkte wie eine Sprungschanze und katapultierte das Fahrzeug des Hammers in die Böschung, unglücklicherweise genau dort hin, wo das Viadukt der Treckinghauser Straße unter der Autobahn hindurch führte.

Ausstieg nur wenige Zentimeter vom Abgrund

Da sich der Wagen beim Überschlagen verformt hatte, bekam Bouachir die Fahrertür nicht auf. Das Handy war durch den Überschlag irgendwo im Auto verloren gegangen. So blieb dem Mann nicht anderes übrig, als seinen Pkw durch die Beifahrertür zu verlassen, nur wenige Zentimeter vom fast acht Meter tiefen Abgrund entfernt. Erst nachdem Mohamed Bouachir die steile Böschung hinaufgeklettert war, konnte er ein Fahrzeug auf der Autobahn anhalten, um Hilfe zu holen. Hätte er die Beifahrertür auch nicht öffnen können, wäre er vermutlich erst bei Tageslicht am ersten Weihnachtstag gefunden worden.

„Heiligabend kann ich zweiten Geburtstag feiern”

Das Auto wurde mit einem Kran vom Rand des Abgrunds gezogen.

Feuerwehr und Polizei sperrten die Treckinghauser Straße sofort ab. Jede auch noch so kleine Erschütterung, selbst durch ein fahrendes Feuerwehrauto, hätten den Pkw zum Absturz bringen können. Mit einem Kran wurde der Unfallwagen schließlich geborgen. Auf dem Rastplatz konnte Bouachir die Papiere zur Unfallaufnahme aus dem Fahrzeug holen. „An Heiligabend kann ich ab sofort meinen zweiten Geburtstag feiern”, erklärte er ganz cool. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf 3000 Euro. Der 21-jährige blieb unverletzt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf 3000 Euro.

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