20 000 Euro als besonderes Geburtstagsgeschenk

Antje Malycha, Vorsitzende des Fördervereins MIKI, überbrachte Rainer Martin 20 000 Euro als Geburtstagsgeschenk. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Sie bieten ein umfangreiches Beratungsangebot, leisten Aufklärungsarbeit und fungieren als Teil eines großen Netzwerkes. „Sie haben sich einen unverzichtbaren Platz in der Jugendarbeit erarbeitet“, brachte es Bürgermeister Dieter Dzewas auf den Punkt. Gemeinsam mit knapp 150 geladenen Gästen feierte das Team des Märkischen Kinderschutz-Zentrums gestern seinen 20. Geburtstag.

Dass nahezu alle Plätze im Saal des Seminarhauses vom Klinikum besetzt waren, zeigte die hohe Wertschätzung, die die Einrichtung seit vielen Jahren genießt. „Es macht deutlich, wie wichtig Ihnen der Kinderschutz ist“, freute sich Leiter Rainer Martin. Er betonte in seiner Rede, dass die Arbeit in der Praxis kein leichtes Unterfangen sei und nur durch eine starke Vernetzung erfolgreich sein könnte. Seinem Team, dem es seit 20 Jahren gelinge, mit Kopf, Herz und Bauch zu arbeiten, sprach er großen Dank und ein dickes Kompliment aus. Immerhin sind drei der sechs Mitarbeiter seit der ersten Stunde dabei.

In einem Rückblick zeigten sie anschließend, wie vor 20 Jahren alles begonnen hatte, damals noch in den Räumen der Kinderklinik an der Hohfuhrstraße und unter dem Namen „Ärztliche Beratungsstelle“. Dass das Engagement für misshandelte Kinder jedoch viel weiter zurückreichte, daran erinnerten die Gründungsväter und -mütter des heutigen Fördervereins, die schon in den 1980er Jahren den Bedarf einer solchen Einrichtung erkannten. Bis letztlich die Beratungsstelle eingerichtet wurde, darauf mussten sie bis zum 1. Juli 1992 warten.

Von Anfang an eine wichtige Rolle spielten nicht zuletzt die Märkischen Kliniken, die das Kinderschutz-Zentrum auf ihrem Gelände unterbrachten. „20 Jahre sind ein bemerkenswerter Meilenstein“, betonte Dr. Bernd Köster, Leiter der Kinderklinik, der die Glückwünsche der Geschäftsführung überbrachte. Er sprach nicht nur den Mitarbeitern seinen Dank für ihre hervorragende Arbeit aus, sondern nicht zuletzt auch dem Förderverein. „Er ist das zweite Rückgrat des Kinderschutz-Zentrums“, so Köster, da er zum einen über das Thema aufkläre, zum anderen ein enormes Spendenvolumen akquiriere und damit eine komplette Stelle finanziere.

Und wie gut den Mitgliedern des Fördervereins MIKI dies auch in den vergangenen Monaten gelungen ist, das machte die Vorsitzende Antje Malycha deutlich. Denn sie hatte für das Team mit Rainer Martin, Brigitte Bering-Bette, Annette Münster, Ansgar Röhrbein, Nadine Schrage und Silke Regeniter ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk mitgebracht: „Ich bin glücklich, Ihnen eine Geburtstagsspende in Höhe von 20 000 Euro überreichen zu können.“ Malycha betonte, dass sich hinter dem Geschenk viele Gesichter verbergen, die die Arbeit des Kinderschutz-Zentrums seit vielen Jahren unterstützen und treu begleiten. „Wir sind stolz und dankbar dafür, dass wir Sie seit 18 Jahren unterstützen dürfen und ein wenig zur Aufrechterhaltung der Institution beitragen können.“

Abgerundet wurde die Feier durch Musikbeiträge des Eltern-Lehrer-Schüler-Chores des Geschwister-Scholl-Gymnasiums sowie einem Fachvortrag von Annalisa Neumeyer aus Freiburg zum Thema „Therapeutischen Zaubern“. ▪ Kerstin Zacharias

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