Protestliste: 2000 Unterschriften gegen VHS-Umzug

Bleibt Zankapfel: die VHS.

LÜDENSCHEID - Eine Protestliste mit mehr als 2000 Unterschriften „gegen den Wegzug der Volkshochschule“ (VHS) aus der Oberstadt wollen Vertreter des Altstadtvereins im Stadtrat am Montag dem Bürgermeister und den Ratsmitglieder „zur Kenntnisnahme“ überreichen.

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Das kündigte die Vereinsvorsitzende Sigrid Schröder an – unter Bezug auf den Bericht der LN, in dem die CDU nochmals für ihr Alternativ-Konzept warb. Doch weder die Liste noch der Antrag der Union, die Umzugspläne bis zur Prüfung ihrer Vorschläge ruhen zu lassen, werden den Umzugsbeschluss am Montag abwenden, wenn es nach den Fraktionen von SPD und FDP geht.

„Wir haben einstimmig beschlossen, dass wir den Ratsantrag ablehnen wollen“, sagte SPD-Fraktionschef Ingo Diller. Die Albert-.Schweitzer-Hauptschule stehe in neun Monaten leer, die Verwaltung müsse vorankommen. Zudem erinnerte Diller an 300 Unterschriften von Menschen mit Behinderungen für den VHS-Umzug in die barrierefreie Schule.

Auch der Fraktionvorsitzende der Liberalen, Jens Holzrichter, geht davon aus, dass die Ratsmehrheit aus SPD, FDP und Grünen ungeachtet der Protestliste den Umzugsbeschluss am Montag fasst: „Ein kompletter Umzug ist ohnehin nicht mehr Stand der Debatte. Anders als die CDU es sagt, haben wir als Ampel aus dem Verwaltungs-Vorschlag einen Teilumzug gemacht, um die VHS in der Oberstadt zu behalten.“ Die Union verdrehe hier die Tatsachen. Holzrichter nahm auch Stellung zum aktuellen Antrag: „Das ist fast genau das, was im Frühjahr vorgelegt wurde, darin steht nichts Neues.“ Die CDU habe alle Fragen beantwortet bekommen, missachte aber missliebige Aussagen, die für die Umzüge sprächen.

„Stattdessen wird noch vorgeschlagen, die geplante Kita statt in der Schule in einem Lüwo-Haus unterzubringen.“ Dabei unterschlage die CDU, dass dieses Projekt die Lüdenscheider Wohnstätten AG eine halbe Million Euro koste, die über die Miete von der Stadt refinanziert werden müsse. Holzrichter: „Wir hatten Dutzende von Prüfungen, vom Lärmschutzgutachten bis zur Beantwortung von 30 CDU-Fragen über den Sommer. Es reicht jetzt.“

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