2000 Raver tanzen bei der Electronic Nation in Lüdenscheid

LÜDENSCHEID - Kondenswasser lief in Strömen an den Fensterscheiben herab, in der Halle herrschten subtropische Temperaturen und die Tanzenden waren teilweise in Schweiß gebadet. Den knapp 2000 Ravern, die am Samstagabend den Weg in die Schützenhalle am Loh zur siebten Auflage der Electronic Nation gefunden hatten, war das jedoch herzlich egal: Die feierwütige Masse tanzte sich zu den House- und Techno-Sounds eines hochkarätigen DJ-Line-Ups die Seele aus dem Leib.

Von Sven Prillwitz

Besonders bei den drei Main Acts kochte die Stimmung in der Schützenhalle am Loh förmlich über: Ante Perry, Urgestein der Electronic Nation, machte seinem Ruf als Party-DJ wie gewohnt alle Ehre und und heizte dem Publikum vor dem mit Spannung erwarteten Auftritt von Ida Engberg kräftig ein. Die schwedische DJane, von den Zuhörern frenetisch gefeiert, drehte danach richtig auf und ließ den Zuhörern bei harten elektronischen Klängen keine Verschnaufpause.

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7. Electronic Nation

Gegen 2.45 Uhr am Sonntagmorgen bebte und tanzte dann die ganze Halle: Das Berliner Produzenten- und DJ-Duo Format: B machte mit einem energiegeladenen Auftritt deutlich, warum es zu einer der momentan angesagtesten Acts der internationalen Techno-Szene zählt.

„Ich habe es selten erlebt, dass die Stimmung bei den Main Acts so ausgelassen war wie heute. Das hat richtig Spaß gemacht“, sagte Veranstalter Phillip Nieland, der mit der Zuschauerresonanz „sehr zufrieden“ war – ebenso wie mit dem Verlauf des Abends aus organisatorischer Sicht: „Es gab keinen Ärger und keine langen Schlangen im Eingangsbereich – alles perfekt.“ Neben den drei Main Acts beschallten bekannte Gesichter der lokalen Techno-Szene das Publikum: Mit Interplay, Phil Course und Andreas Ernst standen drei Disc Jockeys von Rock Inc. an den Decks – und ein Newcomer: Der Lüdenscheider Fow-T legte erstmals bei der Electronic Nation auf und eröffnete die Veranstaltung (siehe nebenstehenden Text).

Für die richtige Party-Atmosphäre sorgten neben den DJs der Lichtplaner Sebastian Marin, der in der Schützenhalle am Loh eine aufwendige Licht- und Lasershow inszenierte, und VJ Saw, der für die auf zwei Leinwänden gezeigte Videoprojektion verantwortlich war.

Bis um fünf Uhr morgens erschütterten die wummernden Bässe die Halle, ehe der elektronische Party-Marathon am Loh zu Ende war. Jedenfalls für den Großteil der Besucher. Für rund 250 Raver und einige DJs dagegen war das Spektakel noch lange nicht vorbei, denn ab sechs Uhr morgens ging es im Johnny Mauser mit der Aftershow-Party weiter. Und die Techno- und House-Fans bewiesen Stehvermögen, denn als die ersten Kirchenglocken läuteten, feierten einige Besucher immer noch in dem Club unterhalb des Sternplatzes gemeinsam mit den DJs.

Bis zum 21. Oktober haben die heimischen Raver nun Zeit, sich zu erholen. Dann steigt die Electronic Nation zum achten Mal. „Wir schrauben derzeit noch am Line Up. Sicher ist aber, dass wir einige sehr gute Optionen haben“, versprach Phillip Nieland. Der Grundstein für die nächste schweißtreibende Feier scheint gelegt zu sein.

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