20.000 Euro: Verein spendet sein Vermögen für guten Zweck

Andreas Becker,  Geschäftsführer Jörg Marré, Sabine Große Hospiz, Jan Schmitz Glücksbringer, Gabriele Polle SOS-Kinderdorf, Peter Koopmann Tafel
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TWS-Vorsitzender Andreas Becker (rechts) und Geschäftsführer Jörg Marré (3. von links) überreichten am Donnerstag Schecks über 3 333 Euro an Sabine Große vom Hospiz Lüdenscheid (links), Jan Schmitz vom Verein Glücksbringer (2. von links), Gabriele Polle vom SOS-Kinderdorf (vorne) und Peter Koopmann von der Tafel Lüdenscheid.

Rund 20 000 Euro hat der Verein Werkzeugbau Südwestfalen (TWS) an sechs soziale und gemeinnützige Einrichtungen aus Lüdenscheid und Umgebung ausgeschüttet. 

Lüdenscheid – Unter strengen Hygieneauflagen übergaben Vorsitzender Andreas Becker und Geschäftsführer Jörg Marré im Kunststoffinstitut symbolische Schecks an die Vertreter der Tafel Lüdenscheid, des SOS-Kinderdorfs, des Lüdenscheider Hospizes und des Vereins Glücksbringer. Das Kinderhospiz Balthasar in Olpe und der Förderverein Technikzentrum Südwestfalen fehlten entschuldigt. Jeder Empfänger erhält 3 333 Euro. In einer kurzen Ansprache bedankte sich Becker für soziale Engagement der bedachten Vereine und Einrichtungen.

Das Spendengeld stammt aus dem Vereinsvermögen des Werkzeugbau Südwestfalen, der Ende September seine Auflösung beschlossen hat. Hintergrund ist die Insolvenz des Werkzeugbau-Instituts Südwestfalen im Jahr 2018, das von einem anderen Unternehmen übernommen und fortgeführt wurde.

Die Trägergesellschaft Werkzeugbau Südwestfalen e.V. (TWS) hatte in der Folge keine Beteiligung mehr am Werkzeugbau-Institut. Die Zusammenarbeit innerhalb der Trägergesellschaft soll nun ohne Vereinslösung fortgesetzt werden. „In den schweren Corona-Zeiten wurde dann die Idee geboren, einen Teil des Vereinsvermögens für gute Zwecke an lokal ansässige Einrichtungen zu spenden“, erklärt Vorsitzender Andreas Becker.

Mit dem verbleibenden Teil des Vereinsvermögens wurde das neue Verbundprojekt „Werkzeugbau der Zukunft“ ins Leben gerufen. Der Auftrag wurde bereits an das Kunststoff-Institut in Lüdenscheid vergeben, um neue Impulse für die heimischen Werkzeugbauten zu erarbeiten. Ziel ist der Aufbau eines Kooperationsnetzwerkes , um im globalen Wettbewerb weiter konkurrenzfähig zu sein, wie es von Seiten der TWS heißt.

Heimischen Unternehmen aus den Bereichen Werkzeug- und Formenbau für Press- und Spritzgießformen, aus dem Bereich der Stanz- und Umformtechnik sowie dem Bereich 3D-Druck sollen dafür angesprochen werden. „Allein unser Know-how-Vorsprung bei technisch immer komplexer werdenden Werkzeugen wird in Zukunft nicht mehr ausreichen, um den Kostenvorteil der Asiaten zu kompensieren. Wir müssen aus unserer Sicht neue Geschäftsmodelle entwickeln, um besonders den asiatischen Wettbewerbern weiter Paroli bieten zu können“, skizziert Andreas Becker die Zukunftsaufgabe für die heimischen Werkzeugbauer, mit innovativen Geschäfts- und Dienstleistungsmodellen neue Märkte zu erschließen.

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