19-jähriger Bankräuber muss doch in Haft

LÜDENSCHEID ▪ Der jüngste Bankräuber des Gangstertrios muss wie seine Kumpanen nach den Überfällen auf die Sparkassenfiliale am Bräucken doch in Haft.

Eine Berufungskammer des Hagener Landgerichts hob jetzt die zweijährige Bewährungsstrafe auf, die das Amtsgericht Lüdenscheid gegen den Jugendlichen im März 2011 verhängt hatte. Gegen dieses milde Urteil hatte der zuständige Oberstaatsanwalt unverzüglich Berufung eingelegt. Die 4. große Jugendkammer gab ihm mit dem revidierten Urteil Recht: Unter Einbeziehung einer in Süddeutschland verhängten Freiheitsstrafe von einem Jahr ohne Bewährung kassierte der 19-Jährige nun eine Einheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten. Das Urteil ist rechtskräftig.

In Süddeutschland hatte der junge Mann zusammen mit vier Komplizen falsche 50-Euro-Geldscheine in Umlauf gebracht und war dabei verhaftet worden.

Die Polizei war dem Bankräuber vom Bräucken nach dem Auffinden der Tatkleidung durch anhaftende DNA-Spuren auf die Schliche gekommen. Zwei aufmerksame „GEO-Cacher“ (ein Spiel mit Geokoordinaten zur Suche nach Münzen über das Internet) hatten im Bereich Neuenhoferstraße die komplette Tatbekleidung sowie die echt aussehenden Spielzeugpistolen gefunden. Der jetzt Verurteilte gehörte zu der Tätergruppe, die die Sparkassenfiliale an der Hochstraße im Jahr 2009 gleich dreimal, nämlich am 20. April, 15. Mai und 14. Oktober, überfiel.

Dr. Pauli, Sprecher der Staatsanwaltschaft Hagen, berichtete gestern noch von weiteren Ermittlungen gegen den jungen Mann, der vor der Verhandlung wegen eines Raubüberfalls in Schwerte mit Haftbefehl gesucht worden war. ▪ thk

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare