17./18. Mai: Messe Bauen und Wohnen

Die Messe „Bauen und Wohnen“ bringt wieder Kunden und Fachleute auf dem Loh zusammen.

Lüdenscheid - Ein kleiner Seitenhieb auf die Chinesischer-Granit-Verödung deutscher Innenstädte und ein flammender Appell für die energiesparende Nutzung regionaler Stärken bei Mensch und Material – schon war die Fachleute-Runde mittendrin im Thema: dem Angebot der 15. Messe „Bauen und  Wohnen Märkischer Kreis“.

Am 17. und 18. Mai, 10 bis 18 Uhr, präsentieren sich rund 130 Aussteller mit ihren Fähigkeiten und Angeboten in der Schützenhalle auf dem Loh und einer weiteren Messehalle im Zelt. Der Zusatz „Energietage“ benennt noch einen Schwerpunkt, zu dem sich Bauwillige, Sanierer und Renovierer gezielt informieren können, frei nach dem Motto: „Die beste Energie ist die, die man einsparen kann“. Der Eintritt ist frei.

Dirk Aengeneyndt und Peter Treu vom städtischen Fachdienst Wirtschaftsförderung begrüßten die Möglichkeit für heimische Handwerker und Firmen, sich konzentriert auf einer Messe vorzustellen und sprachen nach 15 Jahren von einer „sehr traditionsreichen Veranstaltung“. Dass solche Angebote die Netzwerke in der Region förderten, betonte auch Kreis-Wirtschaftsförderer Marcel Krings (GWS). 2700 Handwerker mit mehr als 20 000 Beschäftigten allein im Märkischen Kreis – diese Zahlen sprächen für sich. Messeveranstalter Jürgen Bürschel wertete das leichte Wachstum der Messe im 15. Jahr um 200 Quadratmeter zusätzliche Ausstellungsfläche nicht nur als „Gütesiegel“, sondern auch als Signal dafür, dass das Internet persönliche Kontakte und Informationen aus erster Hand eben doch nicht ersetzen könne. Diese Einschätzung bestätigten Aussteller wie Caroline Kynast (Sotec-Solar). Viele Kunden informierten sich im Netz, pflegten Vorurteile. Doch was am besten zur eigenen Lebenssituation passe – das lasse sich nur durch qualifizierte Beratung klären und durch passgenaue Lösungen umsetzen.

Dass viele, gerade junge Kunden, oft gar nicht mehr wüssten, wonach sie überhaupt fragen müssten, dass Überblick und einfachste Grundkenntnisse fehlten, hat Christoph Imöhl festgestellt. Der Gartenarchitekt vom Verband der freien Architekten in Deutschland referiert im Rahmenprogramm über den Weg zum Traumgarten, plädiert dabei für nachhaltigen Gartenbau mit Steinen aus der Region und Zierapfelbäumchen im Vorgarten: „Da sehen die Kinder, dass die Äpfel nicht bei Lidl in der Tüte wachsen.“ Marcel John vom Heizungs- und Sanitärbedarf Reinshagen und Schröder hatte er schon mit diesem kurzen Exkurs überzeugt: „Ich brauche jemanden, der mir ein Bild in den Kopf pflanzt.“ Auch darum geht es bei der Messe. - sum

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