100 000 Euro mehr für geplante Kunstrasenplätze

LÜDENSCHEID – Um 100 000 Euro hat der Hauptausschuss den Haushaltsansatz für den geplanten Kunstrasenplatz Wefelshohl am Montagabend erhöht – nach teilweise hitziger Diskussion.

Auf Antrag der FDP stimmte die Mehrheit von SPD/FDP/Grünen nach harter Kritik von der CDU für die Erhöhung, damit ein Entscheidungsspielraum für den Ausbau der drei geplanten Kunstrasenplätze Dickenberg, Wefelshohl und Brügge aus sportlicher Sicht bleibe, wie FDP-Fraktionschef  Jens Holzrichter erklärte. Als Deckungsvorschlag führte er die eingesparten 130 000 Euro an, die durch die kleinere Ausbauvariante am Römerweg – Verzicht auf die große Kreisellösung  – zur Verfügung stünden.

Als „unehrlich“ prangerte Norbert Adam (CDU) den Erhöhungsantrag an. Die CDU habe immer gesagt, der vorgestellte Kostenrahmen sei reine Augenwischerei und reiche nicht für die drei Kunstrasenplätze aus. Und auch CDU-Fraktionsvorsitzender Oliver Fröhling kritisierte den Vorschlag im Rahmen der bis dahin gelaufenen Diskussion über den Haushalt und zahlreiche Einsparmaßnahmen: „Da wird unser Antrag auf Verzicht der Spendenstreichung in Höhe von 900 Euro für den Volksbund Kriegsgräberfürsorge abgelehnt – und dann werden hier mal eben 100 000 Euro zusätzlich für Kunstrasen draufgelegt.“ Er befürchte, dass auch der zusätzliche sechsstellige Betrag nicht ausreichen werde, um die drei Plätze zu realisieren.

Wie berichtet, hat ein Stuttgarter Fachbüro eine Summe von 1,497 Millionen Euro für die drei Kunstrasenplätze veranschlagt, rund 85 000 Euro sollten durch Verkleinerung der Fußballfelder eingespart werden – was die CDU ebenfalls kritisiert. Denn im Haushalt waren nur 1,32 Millionen Euro veranschlagt. Die dann noch fehlenden 100 000 Euro hat gestern der Hauptausschuss aufgestockt. - wok

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