1000 Glocken erklingen für die Nachhaltigkeit

Dechant Johannes Broxtermann, Elisabeth Wilfart und Superintendent Klaus Majoress (v.l.).

LÜDENSCHEID ▪ Den Bewusstseinswandel für den Erhalt der Schöpfung einläuten – das will die Lokale Agenda Lüdenscheid im wahrsten Sinne des Wortes mit Unterstützung der Kirchengemeinden. „1000 Glocken für den Erhalt der Schöpfung“ – so ist die Aktion überschrieben, die am 20. Juni um 11.55 Uhr nicht nur in Lüdenscheid, sondern in möglichst vielen Gemeinden ein Zeichen setzen will.

Dechant Johannes Broxtermann und Superintendent Klaus Majoress waren auf Anfrage Lüdenscheids Agenda-Beauftragter Elisabeth Wilfart, die die Idee dazu hatte, gleich bereit, die Aktion zu unterstützen. „Ich bin sonst eigentlich kein Freund solcher Aktionen, aber diesen Aspekt finde ich plausibel“, meinte Broxtermann. Von den fünf katholischen Kirchen können aber nur die Glocken der Medardus-Kirche und von St. Paulus in Brügge läuten. „St. Petrus und Paulus, Maria Königin und St. Hedwig haben keine Glocken.“

Klaus Majoress wird die Küster in der Erlöser-, der Johannes-, der Christus-, der Auferstehungskirche und der Kirche Oberrahmede informieren, damit sie am 20. Juni pünktlich um 11.55 Uhr die Glocken läuten, denn zu jeder vollen Stunde läuft das ansonsten automatisch ab. „Gott als Schöpfer ist ständig präsent, aber auch wir tragen Verantwortung für die Schöpfung“, unterstützt er die Initiative.

„Wir wollen in ganz Nordrhein-Westfalen an diesem Tag mindestens 1000 Kirchenglocken erklingen lassen“, sagt Elisabeth Wilfart und hat auch schon ihren Kollegen vom Agenda-Büro in Oberhausen als aktiven Unterstützer gewonnen. Weitere sollen folgen.

Zum Hintergrund: Vom 20 bis 22. Juni 2012 treffen sich in Rio 20 Jahre nach der wegweisenden Konferenz der Vereinten Nationen zu Umwelt und Entwicklung, auf der die Agenda 21 beschlossen und die Nachhaltigkeit in den Fokus gerückt wurde, erneut, um zu bilanzieren und den Kampf um den Erhalt der Lebensgrundlagen fortzusetzen. Die Herausforderungen sind nach wie vor gewaltig. „Die Nord- beutet die Südkugel der Erde aus. Ein Bewusstseinswandel ist dringend nötig“, sagt Elisabeth Wilfart. „Es ist fünf vor zwölf!“

Einer der Sonntage, der 17. oder der 24. Juni, soll zudem zum „Sonntag der Verantwortung für unsere Erde und Gottes Schöpfung“ erklärt werden.

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