Das müssen Sie zum Versetaler Schützenfest wissen

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Frank und Meike Herber sind das amtierende Versetaler Schützenkönigspaar. Ihre Amtszeit endet am Samstag, 8. Juni.

Werdohl - Vom 7. bis 9. Juni feiert der Versetaler Schützenverein sein Schützen- und Volksfest. Wir stellen die wichtigsten zwölf Fakten zusammen, die alle Versetaler Schützinnen und Schützen sowie jedermann kennen sollte, der dem Fest einen Besuch abstatten möchte.

Vom 7. bis 9. Juni feiert der Versetaler Schützenverein sein Schützen- und Volksfest. Wir stellen die wichtigsten zwölf Fakten zusammen, die alle Versetaler Schützinnen und Schützen sowie jedermann kennen sollte, der dem Fest einen Besuch abstatten möchte.

Der Verein

Der Versetaler Schützenverein wurde 1950 gegründet. Die Gründungsväter kamen aus vielen Teilen Deutschlands und vereinten ihre Traditionen in diesem Verein. Die Mitglieder des Vereins wohnen hauptsächluch in Altenmühle, Bärenstein, in der Borbecke, Eveking und Kleinhammer, einige kommen aber auch aus Pungelscheid und Werdohl. Der Versetaler Schützenverein gehört wie 19 andere Vereine, darunter auch der Werdohler Schützenverein, dem Kreisschützenbund Iserlohn an und ist dem Sauerländer Schützenbund angeschlossen.

Die Mitglieder

Der Versetaler Schützenverein hat derzeit knapp 400 Mitglieder, sowohl Männer als auch Frauen. Bis Anfang 2016 war der Verein in vier Zügen organisiert, dann wurden diese Abteilungen nach einer langen, emotional geführten Diskussion zusammengelegt.

Das Schützenfest

Das Versetaler Schützenfest findet alle zwei Jahre statt. Es wird an drei Tagen gefeiert, von freitags bis sonntags. Seit der Vereinsgründung bis zum Jahr 1998 hat das Schützenfest jährlich stattgefunden. Nur 2001 wurde ein Schützenfest, das 50., „eingeschoben“.

Das Festprogramm

Freitags nachmittags findet in diesem Jahr ab 15 Uhr ein Seniorennachmittag mit einem Auftritt des Werdohler Shanty-Chors statt. Freitags abends feiern die Schützen und ihre Besucher ab 20 Uhr eine Zeltparty, bei der in diesem Jahr DJ Chriz Cooper auflegen wird. Der Sunderaner, der mit bürgerlichem Namen Christopher Flügge heißt, sagt über sich selbst: „Mein stetiges Ziel ist es, die Gäste mitzureißen und den perfekten Musik-Mix auszuwählen. Hierzu greife ich auf ein breites Musikrepertoire zurück, was mir die Möglichkeit bietet, auf spontane Musikwünsche zu reagieren.“

Bei der Zeltparty am ersten Schützenfesttag dürfte auch in diesem Jahr wieder gute Stimmung herrschen. Die Versetaler Schützen haben DJ Chriz Cooper damit beauftragt, die Besucher zu unterhalten.

Samstags finden die Vogelschießen statt; außerdem wird ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert. Am Abend findet ab 20 Uhr im Zelt ein Festkommers statt, in dessen Rahmen der Große Zapfenstreich gespielt wird. Im Anschluss daran wird DJ Philipp Zausra für Unterhaltung sorgen. Der Werdohler ist schon seit einigen Jahren im ganzen Sauerland unterwegs und legt auch gerne in seiner Heimatstadt auf.

Sonntags treffen sich die Schützen zu einem Frühstück, ehe im Festzelt ein musikalischer Frühschoppen stattfindet.

Der Gottesdienst

Ein ökumenischer Gottesdienst ist fester Bestandteil des Festprogramms. Er findet am Samstag ab 14 Uhr an der Vogelstange statt. Dazu erwarten die Schützen Pfarrer Dirk Grzegorek von der Evangelischen Kirchengemeinde und Pater Irenäus Wojtko von der katholischen St. Michael-Pfarrei.

Die Musik

Bei der musikalischen Gestaltung des Schützenfestes sorgen die Versetaler Schützen auf einen Mix aus Tradition und Moderne. Während der Musikzug des Versetaler Schützenvereins und der Spielmannszug Einigkeit Werdohl am Samstag den Großen Zapfenstreich spielen, sollen DJs für die Stimmung am Abend sorgen.

Winfried Stark und seine Original Steigerwälder sind aus Funk und Fernsehen bekannt. Am Pfingstsonntag spielen sie beim Versetaler Schützenfest.

Am Sonntag von 12 bis 18 Uhr werden Winfried Stark und seine Original Steigerwälder im Festzelt fränkische und bayerische Töne anschlagen. Die sechs Profimusiker, die mit fünf goldenen und einer Platin-Schallplatte ausgezeichnet worden sind, stehen aber auch für deutsche Schlager, Oldies, Rock, Pop, aktuelle Hits und Alpen-Rock.

Der Umzug

Größere Festumzüge gibt es beim Versetaler Schützenfest seit 16 Jahren nicht mehr. 2003 wurde der große Festzug mit dem Königspaar aus dem Festablauf gestrichen. Lediglich am Sonntagmorgen gehen die Schützen gegen 10.30 Uhr vom Schießraum in Bärenstein zum Festplatz in Altenmühle.

Die Getränkepreise

Das Glas Bier kostet im Versetal ebenso wie alle alkoholfreien Getränke 1,60 Euro.

Die Vögel

Die Vögel, die zur Ermittlung des Schützenkönigs und des Jungschützenkönigs benötigt werden, stammen aus Bremervörde. Sie sind einen Meter breit und 60 Zentimeter hoch und haben einen sieben Zentimeter dicken Rumpf. Gefertigt sind sie aus astfreiem Nadelholz.

Geschossen wird übrigens mit Kleinkalibermunition, bei der rund 0,1 Gramm Schießpulver das 2,6 Gramm schwere Bleigeschoss aus dem Gewehrlauf katapultiert.

Das Vogelschießen

Beim Vogelschießen werden die neuen Regenten der Versetaler Schützen ermittelt. Schießen dürfen alle Männer und Frauen, die seit mindestens zwei Jahren Vereinsmitglied und mindestens 25 Jahre alt sind sind. Hat sich bis zwei Wochen vor dem Fest beim Vorstand kein Anwärter auf die Königswürde gefunden, sind auch alle anderen Mitglieder zum Schießen zugelassen. Wenn sich überhaupt kein Anwärter finden sollte, findet ein Kaiserschießen statt, bei dem alle ehemaligen Regenten auf den Vogel schießen. „In diesem Jahr gibt es Anwärter“, verkündete der stellvertretende Vorsitzende Bastian Häring.

Der hölzerne Vogel ist beim Schießen das Objekt der Begierde.

Geschossen wird am Samstag ab 15 Uhr und zwar zunächst auf die Krone, um den Vizekönig zu ermitteln. Danach werden der Apfel, das Zepter, der linke und schließlich der rechte Flügel zum Abschuss freigegeben. Zum Schluss schießen nur noch die ernsthaften Anwärter auf den Rumpf. Der Vogel fiel in den vergangenen zehn Jahren übrigens im Mittel nach dem 320. Schuss. Nur beim letzten Schützenfest vor zwei Jahren dauerte es extrem lange: Erst der 747. Schuss brachte die Entscheidung.

Die Jungschützen ermitteln ihren neuen Regenten am gleichen Tag bereits ab 11 Uhr. Sollte sich dafür kein Anwärter auf den Titel finden, fällt das Schießen aus.

Der Hofstaat

Das Königspaar wählt sich einen Hofstaat, der es während seiner zweijährigen Amtszeit begleitet und unterstützt. Die Anzahl der Hofstaatpaare ist nicht festgeschrieben, in der Regel besteht er aber aus sechs bis acht Paaren.

Die Bräuche

Bereits zwei Wochen vor dem Fest ist ein Heroldswagen durch das Versetal gefahren – in diesem Jahr am vergangenen Samstag allerdings zum letzten Mal. Kostengründe haben bei dieser Entscheidung den Ausschlag gegeben. Der Heroldswagen hat unter Musikbegleitung alle ehemaligen Könige besucht, sofern sie sich dies zuvor gewünscht haben. Auf dem Heroldswagen wurden auch die beiden Schützenvögel präsentiert.

Der Heroldswagen ist in diesem Jahr zum letzten mal gefahren.

Am Donnerstag vor dem Schützenfest holen die Schützen stets Birkengrün, um ihren Festplatz, das Zelt und das Schützenheim zu schmücken. Gleichzeitig bindet der Hofstaat die Krone, die während des Festes über dem Thron hängt.

Ein Brauch ist es auch, zum Beginn des Festes die Herscheider Gemeindefahne am dortigen Rathaus abzuholen. Schließlich sind die Herscheider Schützen am Samstag traditionell zu Gast im Versetal.

Gelebte Tradition ist zudem das sonntägliche gemeinsame Frühstück der Versetaler Schützen. Früher hat es in den einzelnen Zügen stattgefunden, mittlerweile treffen sich die Teilnehmer um 9 Uhr im Vereinsheim Bärenstein.

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