Zwischenbilanz zur Regionale

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Andreas Späinghaus, Stefan Groß, Matthias Wershoven, Dirk Gläser, Norbert Römer und Ingo Wöste (von links) trafen sich im Werdohler Bahnhof.

Werdohl -  „Man sieht schon, dass sich hier einiges bewegt hat“, bemerkte der SPD-Landtagsfraktionsvorsitzende Norbert Römer bei seiner Stippvisite in Werdohl. Bereits vor drei Jahren hatte er sich einen Überblick über verschiedene Regionale-Projekte gemacht. Gestern nun stand eine Zwischenbilanz an. Mittelpunkt war dabei der Werdohler Bahnhof.

Er sei gekommen, um zu sehen, ob das Geld des Landes gut angelegt sei, erklärte Römer. Dirk Glaser, Geschäftsführer der Regionale 2013, freute sich über den Besucher: „Uns ist es wichtig, den engen Schulterschluss mit den Politikern zu haben.“ Er lobte die gemeinsame Arbeit der Lenneschiene. Das spare viel Geld, weil durch Absprachen nicht alles doppelt und dreifach geplant würde.

Während eines Gesprächs im Inneren des Bahnhofsgebäudes erfuhr Norbert Römer nicht nur, dass der Bahnhof vor dem Umbau eine Ruine war. Der stellvertrende Bürgermeister, Andreas Späinghaus, verschaffte dem Landtagsfraktionsvorsitzenden auch einen Überblick über Werdohl. Späinghaus erklärte, dass die Einwohnerzahl von 24 000 auf 18 000 Menschen gesunken sei. Die Stadt sei immer konzerngeprägt gewesen. Mitte der 80er-Jahre habe jedoch eine Schließungsreihe begonnen. „Innerhalb von 15, 20 Jahren haben wir 4000 Arbeitsplätze verloren. Das trifft eine Stadt natürlich“, so Späinghaus.

Umso wichtiger seien der Stadtumbau und Regionale-Projekte. Beide Projekte seien in Werdohl so stark miteinander verwogen, dass sie im gleichen Atemzug genannt würden, erklärte Stadtplaner Stefan Groß. Deshalb sei als Treffpunkt auch der Bahnhof gewählt worden, der zwar zum Stadtumbau gehört, aber genauso gut unter dem Flaggschiff der Regionale hätte laufen können, so Groß. Beide Projekte verfolgten dasselbe Ziel, nämlich die Stadt attraktiver zu machen, um Menschen im Ort zu halten und bestenfalls neue Bürger zu gewinnen.

Noch immer habe Werdohl ein schlechtes Image und mit Vorurteilen zu kämpfen, sagte Ingo Wöste vom Stadtmarketing. Es sei wichtig, dass die Region ihre positive Entwicklung, die sie durch die Projekte erfahren habe, nach außen trage. Das sei etwas, das dem Sauerländer nicht so liege: „Man redet hier nicht über das, was man macht.“

Von dieser Bescheidenheit müssten die Bürger wegkommen, erklärte Dirk Glaser. Um dies zu fördern, gebe es seit zwei Jahren eine zentrale Internet-Seite über Südwestfalen. Unter www.suedwestfalen.com können sich die Menschen über die Region informieren. Das sei ein Ansatz, um mit Vorurteilen aufzuräumen. Nach dem Gespräch unternahm Norbert Römer noch eine Stadtrundfahrt, um einen besseren Eindruck von Werdohl zu bekommen.

Von Jana Peuckert

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