Heftige Kritik an der Planung des Landesbetriebs in sozialen Netzwerken

Zweite Großbaustelle: Versetal droht der endgültige Verkehrsinfarkt

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Die Stützmauer entlang der Verse in Eveking lässt der Landesbetrieb Straßen.NRW ab Montag erneuern.

Werdohl - Ab Montag, 29. Oktober, droht dem Versetal der Verkehrsinfarkt. Bekanntlich laufen seit Anfang Oktober Felssicherungsarbeiten entlang der Bundesstraße 229 zwischen den Abzweigungen Altenmühle und Brückenstraße. In der nächsten Woche kommt dann noch eine weitere Großbaustelle hinzu. 

Denn zwischen "Mühlenschlad" und "Am Kollhahn" lässt der Landesbetrieb Straßen.NRW eine neue Stützwand an der Verse bauen. 

Weil neben der Wand auf einer Länge von 550 Metern auch der komplette Aufbau der Straße erneuert wird und zudem Kanalarbeiten erforderlich sind, um das Oberflächenwasser künftig nicht mehr in die Verse zu leiten, wird mit einer Bauzeit von voraussichtlich 18 Monaten gerechnet. 

Halbseitige Sperrung über 18 Monate

Während dieses Zeitraums erfolgt eine halbseitige Sperrung des betroffenen Bereichs der B 229, sodass der Verkehr auch hier über eine Ampelanlage geregelt werden muss. Zudem kommt es am Ende der Baumaßnahme noch an vier Wochenenden zu Vollsperrungen. 

Schon jetzt herrscht in Eveking bei nur einer Baustellenampelanlage im Bereich der Felssicherungsarbeiten teilweise Chaos bei hohem Verkehrsaufkommen.

Zwischen "Mühlenschlad" und "Am Kollhahn"  

Wenn ab Montag aber die Ferien enden und dann auch noch die zweite Baustelle eingerichtet wird, dürfte im Versetal zur täglichen Rushhour bis Ende des Jahres nichts mehr gehen. Dann sollen sie Felssicherungsarbeiten abgeschlossen sein. 

Schon kurz nachdem der Märkische Kreis die geplante Maßnahme zum Ersatzneubau der Stützwand im Internet veröffentlicht hatte, hagelte es in den sozialen Netzwerken teilweise heftige Kritik an der Planung des Landesbetriebs. 

Straßen.NRW versucht zu erklären 

Andreas Berg, Pressesprecher der für Werdohl zuständigen Außenstelle Hagen von Straßen.NRW, versuchte die Planung auf Anfrage unserer Zeitung zu erklären. Die Einrichtung zweier Baustellen in unmittelbarer Nähe im Versetal sei nicht anders möglich. „Bei der Felssicherung war Gefahr im Verzug. Deshalb mussten wir die Arbeiten zügig ausschreiben und danach unverzüglich durchführen lassen“, sagte Berg. Auch der Startpunkt für die Arbeiten an der Stützwand sei nicht mehr zu verschieben gewesen. 

Für alle Autofahrer, die sich ab Montag durch lange Staus im Versetal quälen müssen, wird dieser Erklärungsversuch Bergs wohl wenig tröstlich sein.

So ist die Verkehrslage vor Ort

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