Zwei Unfälle auf glatten Straßen in Werdohl

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Uwe Bettelhäuser und sein Winterdienst-Team sind gerüstet. Sie mussten erstmals am Samstag streuen.

Werdohl/Neuenrade - Überfrierende Nässe hat am Montagmorgen im südlichen Märkischen Kreis zu mehreren Unfällen geführt. Auch in Werdohl konnten zwei Autofahrer nicht mehr rechtzeitig bremsen. Es blieb jedoch bei Sachschaden.

Um kurz nach 6 Uhr warnte die Pressestelle der Polizei im Märkischen Kreis die Verkehrsteilnehmer vor Glätte im südlichen Kreisgebiet. Für einen 52-jährigen Werdohler war das allerdings schon zu spät. Er kam gegen 4.40 Uhr am Pungelscheider Weg von der Fahrbahn ab und rutschte mit seinem Renault Clio in einen Zaun. Daran und am Auto entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt 2000 Euro.

In Werdohl blieb es bei Sachschaden

Mehr Glück hatte ein 38-Jähriger. Er rutschte an der Oberen Heide um etwa 5.30 Uhr gegen einen Lastwagen, der aufgrund der Glätte bereits angehalten hatte. An seinem VW Polo entstand nur geringer Sachschaden. Den beschädigten Seitenspiegel schätzten die Polizeibeamten auf etwa 100 Euro.

Insgesamt passierten im südlichen Märkischen Kreis neun Unfälle, die durch glatte Straßen verursacht wurden. Neben den beiden Unfällen in Werdohl gab es drei Unfälle in Schalksmühle und zwei in Plettenberg, bei denen es ebenfalls bei Sachschaden blieb.

Nicht so in Altena und Kierspe, dort wurden insgesamt zwei Erwachsene und zwei Kinder leicht verletzt. Die Meldung der Feuerwehr, dass in Kierspe eine Person eingeklemmt worden sei, bestätigte sich zum Glück nicht.

Für den Baubetriebshof Werdohl bedeuteten die glatten Straßen einen Einsatz mit voller Besetzung. 25 Mann wurden um 4 Uhr alarmiert und waren bereits um halb 5 auf den Straßen unterwegs. „Wir mussten im kompletten Stadtgebiet streuen. Das Glatteis kam ziemlich plötzlich“, sagt Uwe Bettelhäuser, Leiter des Baubetriebshofs.

Der Werdohler Winterdienst war schon am Samstag im Einsatz

Für ihn und seine Kollegen war es allerdings nicht der erste Einsatz in diesem Winter. „Am Samstag sind wir das erste Mal rausgefahren“, erzählt er. Auch am Sonntagmorgen wurden einige Straßen gestreut, sodass am Wochenende und am Montag insgesamt etwa 20 bis 25 Tonnen Salz verbraucht wurden.

Diese fehlen in den 150 Tonnen Lagerkapazitäten nun, was allerdings kein Grund zur Sorge ist. „Wenn ein richtiges Winterwochenende kommt, sind vielleicht 70 bis 80 Tonnen weg“, rechnet Bettelhäuser vor. Bei dem Lieferanten könne jedoch innerhalb von 48 Stunden nachbestellt werden, sodass immer ausreichend Salz vorhanden ist.

In Neuenrade ging es für den Winterdienst noch etwas gemütlicher zu. Nach einer Kontrolle um 4.30 Uhr stand fest, dass die Straßen dort nicht glatt sind. Auf Schnee und Glätte sind die Mitarbeiter trotzdem eingestellt.

„Die Fahrzeuge sind mit Streuautomaten ausgestattet, die nur noch befüllt werden müssten“, sagt Klaus Korte, bei der Stadt für den Winterdienst zuständig. In Neuenrade lagern aktuell mehr als 100 Tonnen Salz, auch Klaus Korte rechnet fest mit Nachbestellungen. „Da kommt keiner drum herum.“

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