Immer weniger Grundschüler: Zwei Schulgebäude bald übrig

Werdohl -  Die Verwaltung legt dem Schulausschuss am 20. April den umfassendsten und detailliertesten Schulentwicklungsbericht vor, den es in jüngerer Zeit je gegeben hat. Daraus geht hervor, dass in Zukunft zwei ganze Schulgebäude übrig sein werden. Zum Ende des Schuljahres 2016/2017 wird die Hauptschule auslaufen, dann stehen hier 2400 Quadratmeter Schulfläche leer.

Weil es immer weniger Grundschulkinder geben wird, rechnet die Verwaltung ab dem Schuljahr 2019/2020 mit der Aufgabe eines ganzen Grundschulgebäudes in der Größenordnung von rund 3000 Quadratmetern.

Die Verwaltung gibt nicht konkret vor, welches Grundschulgebäude aufgegeben werden sollte. In der Vorlage wird zunächst standortneutral von Quadratmetern Schulfläche gesprochen. Verschiedene Szenarien werden vorgestellt, entscheiden muss am Ende der Rat

Wenn die Hauptschule ab Sommer 2016 ausläuft, werden dort 2400 Quadratmeter frei. Rund 450 Quadratmeter Fachräume nutzt die Hauptschule im Gesamtschulgebäude. Fördermittel aus dem Anbau „Mensa/gebundener Ganztag“ wären bei einer Stilllegung des noch recht jungen Gebäudes nicht mehr zweckkonform genutzt und müssten von der Stadt anteilig zurückgezahlt werden.

Durch die Verlagerung einer vierzügigen Grundschule oder zweier ein- bis zweizügiger Grundschulen in das freie Gebäude der Hauptschule am Riesei könne ein Flächenpotenzial zwischen 5500 und 6600 Quadratmeter realisiert werden. In diesem Fall könnte der Anbau zweckkonform genutzt werden, eine Mittelrückzahlung wäre nicht fällig.

Durch die Verlagerung der Realschule aus der Stadtmitte zum Riesei in das Gebäude der Hauptschule kann ein Flächenpotenzial von rund 6000 Quadratmeter als Einsparung realisiert werden.

Die Verwaltungsvorlage ist wohl so zu interpretieren, dass die Verlegung der Realschule in das Gebäude der Hauptschule die beste Lösung sei. Später müsste wohl einer der beiden Standorte der Gemeinschaftsgrundschule geschlossen werden. In der Vorlage steht dazu: „Es bietet sich diese abgestuft zu realisierende Variante an.“ Langfristig könnten bei weiter rückläufigen Schülerzahlen Gebäudeteile der Gesamtschule stillgelegt werden.

Der Schulentwicklungsbericht rechnet die Schülerzahlen für die nächsten Jahre hoch. Die evangelische Grundschule wird bis 2021 zweizügig bleiben, mit etwas stärkeren Zahlen bleibt auch die katholische Grundschule zweizügig. Die Gemeinschaftsgrundschule mit den beiden Teilstandorten Kleinhammer und Königsburg, aktuell vierzügig, wird bereits ab 2019 nur noch dreizügig weiterbestehen können. Im Grundschulbereich fällt hier also eine ganze Klassenstärke weg. 

Von Volker Heyn

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