Zwei neue Abteilungsleiter bei der Stadtverwaltung

Martin Hempel (r.) ist an seinen früheren Arbeitsplatz im Rathaus zurückgekehrt, er ist jetzt Leiter der neuen Tiefbauabteilung. Uwe Bettelhäuser hat die Leitung des Baubebetriebshofes von Ingeborg Kurlandt übernommen, die ins Rathaus gewechselt ist. -  Foto: Heyn

WERDOHL - Obwohl die Stadt eine neue Tiefbauabteilung gebildet und zwei Männer in Leitungspositionen versetzt hat, sollen durch diese organisatorische Umstrukturierung 70.000 Euro pro Jahr eingespart werden. Bürgermeister Griebsch und Fachbereichsleiter Grabs gaben dazu Erklärungen ab.

Wie schon bereits vor Wochen berichtet, hat Martin Hempel zum Januar die neue Tiefbauabteilung im Rathaus übernommen. Ingeborg Kurlandt, bisher Leiterin des Baubetriebshofes, ist mit Hempel vom Bauhof zur Tiefbauabteilung gewechselt. Die Betriebsleitung beim Bauhof übernimmt Straßenmeister Uwe Bettelhäuser.

Grund dieser Umstrukturierung ist die schon vor Monaten entwickelte Idee, das Sondervermögen Abwasser von den Stadtwerken zurück zur Verwaltung zu holen. Bei dieser Konstruktion braucht die Stadtverwaltung keine Mehrwertsteuer und keinen Gewinnzuschlag zu zahlen. Unter Einbeziehung der Personalkosten könne die Stadt so 70 000 Euro pro Jahr einsparen, sagte Michael Grabs.

Bis zum Jahresende hatte der frühere Geschäftsführer der Stadtwerke, Joseph Beier, gegen Honorarleistung das Sondervermögen Abwasser für die Stadtverwaltung geführt. Zwischen Stadtwerken, Baubetriebshof und der Tiefbauabteilung der Stadt gab es seit jeher enge Verbindungen. Erst in den 90-er Jahren war das Sondervermögen Abwasser von der damaligen Tiefbauabteilung zu den Stadtwerken gegangen. Auf die Frage, ob man damals 70 000 Euro zugezahlt habe, konnten gestern weder Grabs noch Griebsch eine Antwort geben. Dem Leiter des Fachbereiches 2, Bernd Mitschke, wurde die interne Betriebsleitung für das Sondervermögen Abwasserbeseitigung übertragen.

Martin Hempel (43) war erst vor wenigen Jahren als Tiefbauingenieur von der Stadt zum Baubetriebshof gewechselt. Mit seiner Rückkehr ins Rathaus geht jetzt auch der komplette Bereich des Straßen- und Brückenbaus wieder zurück zur Stadt. Neben Hempel arbeitet dort dessen frühere Vorgesetzte Ingeborg Kurlandt als seine Stellvertreterin. Von den Stadtwerken kommt der Tiefbauingenieur Thomas Schmidt wieder zurück zur Stadt. Teile einer vierte Stelle in der neuen Tiefbauabteilung werden in einer Art Personal-Sharing bei der Stadt Plettenberg eingekauft. Solche Kooperationen gebe es in anderen Bereichen schon länger.

Der Baubetriebshof mit seinen 29 Stellen wird bereits seit Januar von Uwe Bettelhäuser (48) geleitet. Sein Vertreter ist Dominic Winterhoff. Neben seinen originären Aufgaben ist der Bauhof künftig noch für kleinere Instandhaltungen im Tiefbau zuständig. Ingeborg Kurlandt ist nach eigener Aussage mit ihrer Umsetzung ins Rathaus zufrieden, sie ist dort jetzt für die Gebührenkalkulation des Sondervermögens Abwasser zuständig.

Rolf Prange bleibt beim Baubetriebshof für Straßenverkehrsangelegenheiten zuständig. Zusätzlich hat er die Aufgabe bekommen, das Parkraumbewirtschaftungskonzept zu erarbeiten und die Parkautomaten einschließlich Beschilderung aufzustellen. Im Rahmen des Stärkungspaktes Stadtfinanzen verspricht sich die Stadt ab dem kommenden Jahr 250 000 Euro Mehreinnahmen. Die spätere Parkraumüberwachung und die Ausgabe von Parkausweisen wird das Ordnungsamt übernehmen. Höchstwahrscheinlich wird dann auch mehr Personal nötig sein, die Parkplätze zu kontrollieren.

Peter Erwig vom Fachbereich Bauen wird zusätzlich zum Gewässerschutzbeauftragten bestellt. Diese Aufgabe hatte bisher Joseph Beier übernommen.

Von Volker Heyn

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