Großes Schnee-Chaos bleibt aus

Zwei Leichtverletzte nach Unfall auf dem Höhenweg

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Neben dem Unfall auf dem Höhenweg staute es sich auch auf der Neuenrader Straße (Foto) in Fahrtrichtung Neuenrade.

[Update 15 Uhr] Werdohl - Werdohl blieb weitestgehend vom Sturmtief "Egon" verschont. Ein Unfall ereignete sich witterungsbedingt jedoch am Freitagmorgen um 5.20 Uhr auf dem Höhenweg. Zudem haben sich auf der B 229 in Richtung Neuenrade einige Lkw festgefahren.

Ein 38-jähriger Werdohler kam auf dem Höhenweg zwischen Werdohl und Lüdenscheid in Höhe des Hofs Crone in einer Rechtskurve mit seinem VW Polo von der Fahrbahn ab und schleuderte in den Gegenverkehr.

Dort prallte der Werdohler mit dem Skoda eines 40-jährigen Lüdenscheiders zusammen. Beide Fahrer wurden leicht verletzt in die Stadtklinik Werdohl gebracht. Etwa eine halbe Stunde staute es sich auf dem Höhenweg, ehe die Polizei die Autos von der Fahrbahn geräumt hatten. Der Einsatz war nach Polizeiangaben um 6.30 Uhr beendet.

Insgesamt hat das Sturmtief „Egon“ in weiten Teilen des Märkischen Kreises für großes Chaos gesorgt. „An uns ist es vorbei gegangen“, sagte der Leiter des Baubetriebshofs, Uwe Bettelhäuser, gestern auf Nachfrage. 

Ab 4 Uhr morgens waren 20 Mitarbeiter des Bauhofes einsatzbereit, um rechtzeitig am Freitag auf den Schnee reagieren zu können. Doch innerorts habe es keine größeren Schwierigkeiten gegeben, erläuterte Bettelhäuser. Lediglich zum Berufsverkehr am Morgen fing es wieder an zu schneien, was teils glatte Straßen zur Folge hatte. 

Wintereinbruch in Werdohl

Auch Schulbusse, vor allem am Riesei im Bereich der Stadionstraße, hatten große Probleme, die steilen Straßen zu befahren. „Wir haben bei der MVG Bescheid gesagt, dass die Busse die Steigungsstücke meiden sollten“, ergänzte der Bauhofleiter. An einigen Stellen habe der Winterdienst dann noch mit Salz nachgeholfen. 

Das Salzsilo sei mit 100 Tonnen komplett gefüllt gewesen – weitere 25 Tonnen hatte Bettelhäuser für gestern bestellt. Für Sonntag oder Montag orderte der Bauhof weitere 50 Tonnen Salz. „Wir sind fürs Wochenende gewappnet“, sagte der Bauhofleiter. Freitagmittag taute es bereits, doch nachts müsse man noch einmal mit Frost und Schneefällen rechnen. Bettelhäuser: „Ich erwarte ein unruhiges Wochenende.“ 

Zur B 229 (Neuenrader Straße) wurden die Beamten um 9.20 Uhr gerufen. Dort hingen in Richtung Neuenrade zeitweise bis zu 30 Lkw fest. Es habe sich zwischenzeitlich bis runter zur Lüdenscheider Straße (VDM) gestaut, teilte die Polizei mit. Der Bauhof rückte aus, um die Straße zu streuen und so die Lastwagen wieder in Gang zu bringen. Die B 229 war von etwa 10.15 bis 11.30 Uhr voll gesperrt.

Obwohl auch die Höllmecke glatt war und sich der Verkehr dort morgens zeitweise staute, hatte die Polizei keine Anrufe und war dementsprechend auch nicht vor Ort im Einsatz. Auch sonst war es am Freitag bis zum Abend im gesamtem Stadtgebiet ruhig – das große Chaos blieb aus.

Schnee durch Sturm "Egon" im Märkischen Kreis

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