Zwei Investoren für den Grasacker

Hier am Grasacker möchten Investoren eine Altenpflegeeinrichtung bauen.

WERDOHL -   Zwei voneinander unabhängige Investoren wollen am kommenden Montag dem Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Pläne für den Bau einer Altenwohneinrichtung am Grasacker vorstellen. Peter Erwig von der Stadtverwaltung sagte auf Nachfrage dazu: „Wir gehen von einer hohen Realisierungschance aus.“

Ideen für die rund 2700 Quadratmeter im städtischen Besitz gibt es schon sehr lange. Ursprünglich wurde an dieser Stelle über ein Hotel, ein Kino, über Gastronomie oder über betreutes Wohnen nachgedacht. Übrig blieb zunächst die Idee einer betreuten Wohneinrichtung. Ob sich die Wohnungsgesellschaft dort engagieren könne, war im Gespräch. Dann war geplant, dass die Stadt dort einen neuen Kindergarten baut, bis stattdessen der Umbau der Roten Schule realisiert wurde. Zum Schluss war die freie Fläche nur noch für das bald in Kraft tretende Parkraumbewirtschaftskonzept vorgesehen. Das Gelände ist teilweise bebaut mit einem Wohnhaus, das ebenfalls der Stadt gehört.

Im April und Mai hätten sich aus den vielen Anfragen zwei ernsthafte Interessenten herausgestellt, die ihre Anliegen bis heute verfolgen und bereit sind, ihre Konzepte am Montag öffentlich vorzustellen. Der Fachbereich Bauen bei der Stadtverwaltung hatte sich vorher in nicht öffentlicher Sitzung bei der Politik die Zustimmung geholt, diese Pläne weiter zu verfolgen. Übrigens: Damit war also schon vor Monaten klar, dass die etwa 35 Parkplätze am Grasacker wohl nicht mehr dem Parkraumbewirtschaftungskonzept zur Verfügung stehen werden.

Aber zurück zur Sache: Die beiden Interessenten verfolgen jeweils unterschiedliche Konzepte. Dem Vernehmen nach will ein Projektentwickler namens Kötter aus Bad Dürkheim eine Alteneinrichtung bauen und sie dann an einen noch nicht näher benannten Betreiber verkaufen. Ein Architektenbüro namens Dahmen und Baan aus dem Rheinland will ebenfalls eine Altenpflegeeinrichtung bauen, bringt aber schon einen konkreten Betreiber mit: Die Stella Vitalis Seniorenzentren GmbH aus Dinslaken. Auf deren Internetpräsenz ist folgendes zu lesen: „Die Gesellschaft betreibt deutschlandweit Senioreneinrichtungen mit derzeitigen Schwerpunkten in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Durch den Neubau von Seniorenzentren sowie den Zukauf bestehender Objekte werden innerhalb der kommenden Jahre weitere Standorte hinzugewonnen. Durch eine konsequente Expansion des Unternehmens und die Etablierung auf dem Pflegemarkt wird zeitnah eine bundesweite Präsenz erreicht.“

Verwaltung und Politik stünden den Plänen der Investoren grundsätzlich sehr offen entgegen, so Peter Erwig. In unmittelbarer Innenstadtnähe fehle der Stadt eine solche Einrichtung, die Interessenten bezeichneten den Standort als ideal. Für hiesige Verhältnisse sei er weitgehend barrierefrei.

Von Volker Heyn

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