„Heintje“ hat ausgedient

Zuwachs im Fuhrpark von VDM: Das ist das neue Feuerwehrfahrzeug

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Den symbolischen Fahrzeugschlüssel nahm Feuerwehrleiter Guido Heil aus den Händen von VDM-Prokurist und Fertigungsleiter Olaf Kazmierski (links) entgegen. Die Mitglieder der Werkfeuerwehr waren zur Fahrzeugübergabe in großer Zahl angetreten.

Werdohl - Im Fuhrpark der Werkfeuer von VDM Metals stehen seit einigen Tagen zwei neue Fahrzeuge. Ein Veteran der roten Flotte wird dafür demnächst ausrangiert. In die Ausstattung seiner werkseigenen Brandbekämpfer hat VDM eine mittlere sechsstellige Summe investiert.

Die Rahmenbedingungen hätten besser sein können bei der Übergabe von zwei neuen Fahrzeugen an die Werkfeuerwehr von VDM Metals. Kalter Bindfaden-Regen machte das Ereignis nicht gerade zu einem Vergnügen. Trotzdem waren die firmeneigenen Brandbekämpfer in großer Zahl angetreten, als Feuerwehrleiter Guido Heil den symbolischen Fahrzeugschlüssel aus den Händen von VDM-Prokurist Olaf Kazmierski entgegennahm. Eine der beiden ausfahrbaren Markisen an der Bordwand eines der Fahrzeuge bot dabei wenigstens ein bisschen Wetterschutz. 

400 000 Euro hat sich VDM die beiden Fahrzeuge für die Werkfeuerwehr kosten lassen. Das kleinere der beiden neuen Fahrzeuge ist ein neunsitziger Mannschaftstransportwagen, der einen bisherigen kleinen Gerätewagen ersetzen wird. Ein Siegener Unternehmen hat den Ford mit 131-PS-Dieselmotor für die Bedürfnisse der Feuerwehr umgebaut, mit Martinshorn, blauen Frontblitzern, Ladestationen für Funkgeräte und Handlampen und einer Digitalfunk-Ausstattung. 

Gerätewagen für Gefahrguteinsätze

Der Großteil der Summe floss aber in den 16-Tonner von MAN, der zu einem Gerätewagen für Gefahrguteinsätze um- und ausgebaut wurde. Der Lastwagen führt Ausrüstung mit, die von der Werkfeuerwehr zur Durchführung von Sofortmaßnahmen bei der Bekämpfung von Unfällen mit gefährlichen Stoffen genutzt werden – zum Beispiel zum Auffangen, Ableiten und Umpumpen von brennbaren Flüssigkeiten, Säuren und Laugen. Neben den beiden seitlich angebrachten ausfahrbaren Markisen gehört auch ein ausfahrbarer Lichtmast zur Ausrüstung. 

Der MAN-Transporter mit 290-PS-Motor ist eine Ersatzbeschaffung für das älteste „Schätzchen“ im Fuhrpark der Werkfeuerwehr, einen Mercedes-Benz aus dem Jahr 1970. Der zweiachsige Kurzhauber war als Löschfahrzeug seit 1995 bei der Werkfeuerwehr im Einsatz, soll aber nun seinen Platz in der Garage für den neuen Gefahrgut-Wagen räumen. „Das tut mir leid, aber wir brauchen den Platz“, sagte Feuerwehrleiter Guido Heil, der bereits seit einiger Zeit nach einem Abnehmer für den von der Feuerwehr auf den Kosenamen „Heintje“ getauften Oldtimer sucht. Verschiedene Feuerwehrmuseen hätten aber bereits abgewunken, berichtete Heil. 

Ausrüstung deutlich verbessert

Olaf Kazmierski, Prokurist und Fertigungsleiter bei VDM, sagte bei der Fahrzeugübergabe, damit sei das Kapitel, die Ausrüstung der Werkfeuerwehr deutlich zu verbessern, abgeschlossen. Allenfalls könne noch das Einsatzleitfahrzeug ausgetauscht werden. Zufrieden blickte Kazmierski auf die Entwicklung der Werkfeuerwehr in den vergangenen drei Jahren. Aus einer kaum noch einsätzfähigen Truppe mit nur noch 24 Mitgliedern sei wieder eine schlagkräftige Feuerwehr mit fast 60 Einsatzkräften geworden, sagte er. „Zum Glück fehlt der Werkfeuerwehr die praktische Erfahrung aus Einsätzen“, meinte Kazmierski mit Blick auf die überaus seltenen Fälle, dass die Brandbekämpfer im Werk aktiv werden müssen. Auch deshalb unterstütze die Werkfeuerwehr auch gerne die öffentlichen Feuerwehren, wie in diesem Sommer bei den Waldbränden in Altena. 

Die Mitgliedschaft in der Werkfeuerwehr hatte VDM seiner Belegschaft in den vergangenen Jahren durch verschiedene Anreize schmackhaft gemacht. „Auch muss inzwischen jeder neue Mitarbeiter bei seinem Rundgang durch das Unternehmen beim Leiter der Werkfeuerwehr vorbei“, erklärte VDM-Pressesprecher Philipp Verbnik, betonte dabei aber, dass die Mitgliedschaft in der Werkfeuerwehr freiwillig bleibe. 

Eigene Feuerwehr lohnt sich

Für VDM lohnt es sich übrigens, eine eigene Feuerwehr zu unterhalten – trotz der notwendigen Investitionen in Ausbildung und Ausrüstung. Anderenfalls müsste das Unternehmern deutlich mehr Geld in den vorbeugenden Brandschutz investieren, erklärte Pressesprecher Verbnik

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