Entlastung für die DHL-Filialen

Zusteller nehmen Postpakete kostenlos mit

Zusteller der Deutsche Post DHL holen Pakete auch zuhause ab und scannen dabei den QR-Code der Mobilen Paketmarke, den Kunden auf ihrem Smartphone gespeichert haben.
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Zusteller der Deutsche Post DHL holen Pakete auch zuhause ab und scannen dabei den QR-Code der Mobilen Paketmarke, den Kunden auf ihrem Smartphone gespeichert haben.

Das Paketaufkommen ist, nicht zuletzt durch die pandemiebedingten Einschränkungen für den stationären Einzelhandel, ungebrochen hoch. Noch mehr Menschen als ohnehin schon kaufen in diesen Zeiten in Online-Shops über das Internet ein und lassen sich die Waren durch Paketdienste nach Hause liefern. Das hat Folgen für die Post.

In Werdohl registriere die Deutsche Post DHL aktuell 20 bis 30 Prozent mehr Paketsendungen pro Tag im Vergleich zum Vorjahr, teilte Unternehmenssprecherin Jessica Balleer mit. Im Zustellstützpunkt Garbeck, der die Städte Balve und Neuenrade beliefert, liege das Paketaufkommen sogar um mehr als 30 Prozent über den Zahlen aus Februar 2020. Daher weist DHL ihre Kundinnen und Kunden auf den Service der kostenlosen Paketmitnahme durch die Zustellkraft hin.

„Wir schaffen für die Kunden weitere Möglichkeiten des sicheren Versands im Corona-Lockdown und entlasten mit diesem Service die Filialen“, sagt Karl Schmidt, Leiter des Zustellstützpunkts Werdohl. Wie das funktionieren soll? „Der Kunde verpackt den Inhalt adäquat, ermittelt Größe und Gewicht und frankiert die Sendung. Der Zusteller nimmt das frankierte Paket dann direkt an der Haustür mit“, erklärt Sprecherin Balleer. Zudem könne die Zustellkraft den Ausdruck der mobilen Paketmarke übernehmen, sollte im Haus des Absenders kein Drucker vorhanden sein.

Abläufe unterliegen einer gewissen Routine

Doch wie soll der Absender den richtigen Zeitpunkt erwischen, um den Paketzusteller abzupassen? Ein Paket mit möglicherweise wertvollem Inhalt einfach vor die Haustür zu stellen, bis der Postbote kommt, um es abzuholen, kann ja keine echte Option sein. Dazu noch einmal Jessica Balleer: „Das Paket unbeaufsichtigt vor der Tür abzustellen, sollten die Kunden aus Sicherheitsgründen vermeiden. Die meisten Kundinnen und Kunden wissen aber, zu welcher Tageszeit in etwa der DHL-Zusteller täglich kommt. Die Abläufe in der Zustellung unterliegen unter normalen Umständen einer gewissen Routine, so auch die Gangfolge der Zusteller. Möglich ist, Ausschau nach dem postgelben DHL-Fahrzeug zu halten oder die Sendung gleich mit der Paketzustellung abzugeben.“

Für registrierte DHL-Kunden gebe es aber noch eine weitere Alternative, erklärt Balleer. Sie könnten bei der Online-Frankierung in der DHL- App oder auf der Website auch explizit den Wunsch angeben, dass die Zustellkraft zu ihnen kommen soll, um ein Paket abzuholen. „Dieser Service ist mit 3 Euro gebührenpflichtig. Ab vier Paketen ist auch dies kostenlos“, ergänzt Balleer.

Sendung muss ausreichend frankiert sein

Voraussetzung für eine Paketmitnahme sei aber in jedem Fall, dass Sendungen ausreichend frankiert sind und die Mitarbeiter genügend freie Ladekapazitäten im Fahrzeug haben, sagt Balleer abschließend.

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