Zustand und Zukunft der Spielplätze im Blick

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Im Jahr 2009 feierten die Kinder den neuen Spielplatz Borbecke. ▪

WERDOHL ▪ Die Spiel- und Bolzplätze stehen in diesem Jahr gleich mehrmals auf dem Prüfstand. Laufend kontrollieren Mitarbeiter des Baubetriebshofs die Areale, in diesem Monat folgt die übliche Kontrolle durch externe Experten und im Laufe dieses Jahres wird sich die Jugendhilfeplanung mit den Plätzen beschäftigen. „Ein ,Masterplan Spielplätze‘ soll in diesem Jahr erstellt werden“, weiß der stellvertretende Fachbereichsleiter für Soziales, Jugend und Ordnung, Bodo Schmidt, um den Arbeitsauftrag der Politik. Eine Frage: „Wo können wir auf was verzichten?“ Eine andere: „Wo wäre es sinnvoll, das Angebot zu vergrößern?“

Beim Baubetriebshof konzentrieren sich die Mitarbeiter in diesen Tagen auf das laufende Geschäft. Bei den Spielplätzen müssen mindestens einmal pro Woche „Sichtkontrollen“ von Spielgeräten und Zäunen erfolgen, bei höher frequentierten, wie dem Goethespielplatz, zwei Mal wöchentlich. Im Frühjahr wird zudem Sand ausgetauscht beziehungsweise gereinigt. Noch ist „nichts Außergewöhnliches“ in diesem Jahr aufgefallen, bilanziert Baubetriebshofleiterin Ingeborg Kurlandt.

Auf grünes Licht für die Anschaffung von Spielgeräten warten derweil der stellvertretende Jugend-Fachbereichsleiter Schmidt und Jugendpfleger Marco Malcherek-Schwiderowski. 43 000 Euro für das gesamte Stadtgebiet stehen für investive Maßnahmen, also Neuanschaffungen zur Verfügung – sobald die Aufsichtsbehörde zustimmt. 16 000 Euro davon sind für die weitere Erneuerung der Zaunanlage des Bolzplatzes in Ütterlingsen bestimmt, 5000 Euro für Spielgeräte „Im Kamp“ und 5000 Euro auf diesem Areal für einen Zaun auf dem Platz sowie 5000 Euro für den Bolz- und Spielplatz Goethestraße. Hinzu kommen 12 000 Euro, die sich im Topf für allgemeine Ersatzbeschaffungen befinden.

Wie hoch letztere ausfallen, soll die Kontrolle durch Externe klären. Dabei werden beispielsweise die Verankerungen der Geräte in Augenschein genommen. Welche Schäden sind zu erwarten? „Erfahrungsgemäß ist es nichts, was uns erschüttert“, erklärt Malcherek-Schwiderowski. „Es ist nur eine zusätzliche Absicherung.“ Knapp 1000 Euro lässt sich die Stadt diese Sicherheit kosten. 110 000 Euro stehen in diesem Jahr für die Unterhaltung von Spiel- und Bolzplätzen zur Verfügung.

Apropos Geld: Die Zielrichtung bei Neuanschaffungen ist für den Jugendpfleger klar. „Wir sind viel zu arm, dass wir uns Schrott kaufen würden.“ Qualität, die zudem zu den Erfordernissen passen muss, soll gekauft werden. „Es ist unsere Aufgabe, das abzuwägen.“ So finden sich Geräte aus unterschiedlichen Materialien auf den Spielplätzen – wie aus Stahl, Holz und Recyclingmaterialien.

Verteilt sind diese auf 22 Spielplätze: neun im Bereich Stadtmitte/Kettling, sechs im Versetal, drei in Ütterlingsen/Dresel/Elverlingsen sowie je zwei in Pungelscheid und Königsburg. Der jeweils nah gelegene Spielplatz würde dabei bei den Mädchen und Jungen die erste Wahl sein, weiß der Jugendpfleger. Einzig der Goethespielplatz locke Kinder und Eltern aus allen Stadtteilen. „Und hier müssen wir gucken, dass der Platz attraktiv bleibt.“

Rückmeldungen über den Zustand der Plätze gebe es teils durch Telefonanrufe, durch Leserbriefe in der Zeitung, über die Kommunalpolitik bis zum Gespräch vor Ort. Der Masterplan soll nun weitere Klärung bringen.

Marco Fraune

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