Zuschuss für neuen Kirchbus

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Der Schaden wird sichtbar. Wie hoch er ist, kann noch nicht genau beziffert werden. ▪

WERDOHL ▪ In der Gemeinde St. Michael ist im 150. Jahr ihres Bestehens mehr los als den Verantwortlichen lieb ist. Während die Feierlichkeiten zum Jubiläum mit reichlich Tatkraft noch gerne gestemmt werden, sind marode Kanalleitungen, ein Wasserschaden und ein kaputter Kirchbus nicht willkommene Zusatzaufgaben.

Ein Fachunternehmen ist am Freitag zum kleinen Pfarrsaal ausgerückt, um hier den in dieser Woche aufgetretenen Wasserschaden in Angriff zu nehmen. Der durchnässte Boden musste herausgerissen und Trocknungsgeräte aufgestellt werden. Mittlerweile ist auch der Umfang der Schäden deutlich geworden. Diesen schätzt die Verwaltungsleiterin Klaudia Grobel auf weit mehr als 20 000 Euro.

Durch den Schaden muss reichlich improvisiert werden: Für verschiedene Gruppen, die sonst im kleinen Pfarrsaal zusammen finden, wird nach anderen Treffpunkten gesucht. „Wir versuchen zum Teil, die Gruppen ins Jugendheim auszulagern.“ Knackpunkt ist aber eine benötigte Küche samt Utensilien. Notfalls müssen Treffen ausfallen, bis der Schaden behoben ist, was zumindest von der Versicherung bezahlt wird.

Ein nicht mehr zu behebener Defekt ist hingegen jetzt am Kirchbus aufgetreten. Dies hat wiederum eine Improvisation zur Folge. Für ältere Gemeindemitglieder, die zu den Gottesdiensten gefahren werden müssen, wird auf Nachfrage ein Shuttleservice mit Autos eingerichtet – soweit dies zu bewerkstelligen ist.

Im Oktober wird aber ein neuer Kirchbus geliefert, der auch bei Jugendfahrten oder vom Kindergarten St. Bonifatius mitgenutzt wird. Die Anschaffungskosten für den Neunsitzer belaufen sich auf rund 30 000 Euro. Grobel freut sich aber, dass immerhin zwei Drittel von der Diaspora-Miva Verkehrshilfe des Bonifatiuswerkes gezahlt wird. Dieses bezuschusst den Wagen, da in Werdohl Katholiken unterrepräsentiert sind. 10 000 Euro muss die Gemeinde noch aus eigenen Mitteln stemmen.

Wie berichtet, wird voraussichtlich die Erneuerung von Leitungen rund um die St. Michael-Kirche noch teurer. Genaue Angaben können von der Gemeindeleitung weiter nicht gemacht werden, da die Ausschreibung für das Sanierungsprojekt läuft. ▪ Marco Fraune

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