Lob für den Zusammenhalt

Abiturient Selcuk Demir sang mit viel Gefühl ein türkisches Liebeslied und der Festsaal Riesei lag ihm einen Moment lang zu Füßen.

WERDOHL ▪ Glanzvoll und elegant wurden gestern die 59 Abiturienten der Albert-Einstein-Gesamtschule im Festsaal Riesei aus der Schule verabschiedet. Von Volker Heyn

Schulleiter Rohe sprach von dem stärksten Anmeldejahrgang in der Geschichte der AEG und jetzt vom zahlenmäßig stärksten Abiturjahrgang. 40 junge Frauen und 22 junge Männer waren in die Prüfungen gegangen, 59 der 62 bestanden sie.

„Ihr bleibt mir als Jahrgang in Erinnerung, der zusammengehalten hat“, lobte der sichtlich stolze Schulleiter den Abschlussjahrgang, den zwölften in seiner Zeit. Rohe erwähnte besonders die sozialen Eigenschaften der Schüler. Sehr schön sei auch der Abisturm verlaufen: „Das ging mit wenig Alkohol, das war vorbildlich.“ Das Abitur sei aber nur die Voraussetzung für den weiteren Weg, mahnte Rohe: „Jetzt liegt es an euch, die Ziele auch zu realisieren.“

Für den Schulträger sprach der stellvertretende Bürgermeister Dirk Middendorf. Die Schule sei technisch hervorragend ausgestattet, stellte er fest. 516 der 871 Schüler der AEG stammten aus Werdohl, dieses Verhältnis von 59 zu 41 unterstreiche den guten Ruf der Gesamtschule in den Nachbarstädten. Middendorf: „Ich hoffe, dass ihr der Stadt Werdohl erhalten bleibt.“ Möglichkeiten zur Mitgestaltung der Zukunft gebe es in der Stadt zur Genüge. Auch in den Betrieben und Büros würden in Werdohl Experten gesucht, warb Middendorf für die Stadt an der Lenne.

Für einen Gänsehaut-Effekt sorgte der musikalische Beitrag vom Abiturienten Selcuk Demir. In türkischer Sprache sang er mit viel Herz das Liebeslied „Ak deniz aksamlari“, und für einen kurzen Augenblick lag ihm der ganze Festsaal zu Füßen.

Für die Abiturientia sprach Normann Bresser. In den vergangenen drei Jahren seien die Schüler an ihre Grenzen und darüber hinaus gegangen. Fehler und Unzulässigkeiten habe sich keiner leisten können. Bresser sprach aber auch von einem vertrauensvollen, fast freundschaftlichen Verhältnis zu den Lehrern. Seinen Dank an die AEG drückte er so aus: „Wir sind bestens vorbereitet auf alles, was kommt.“

Voll des Lobes waren auch die drei Klassenleitungen Monique Reichmann-Fischer, Michael Reinersmann und Claudia Rietschel. Das wesentliche Merkmal der jungen Leute sei die Zuverlässigkeit gewesen, hieß es, freundlich und hilfsbereit seien die Schüler außerdem noch gewesen.

Für die besten schulischen Leistungen wurden Janine Hein und Vicki Johanßen ausgezeichnet.

Nach dem Abitur beginnt mehr als ein Drittel der Abiturienten eine Berufsausbildung, zum Teil verbunden mit einem ausbildungsbegleitenden Studium. 29 Abiturienten werden ein Studium an einer Universität oder einer Fachhochschule aufnehmen. Sechs junge Erwachsene möchten zunächst im Ausland Erfahrungen für ein späteres Studium oder eine Berufsausbildung sammeln, teilte Rohe mit.

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