25 zusätzliche Pflegeplätze

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Die Küche im Erdgeschoss der Stadtklinik. Sie wird im Laufe des nächsten Jahres ausgedient haben. Fragen zum Personal sind noch zu klären.

WERDOHL ▪ Schon in der ersten Augusthälfte des vergangenen Jahres hatte Robert Schüwer, der Geschäftsführer der Märkischen Kliniken, zu verstehen gegeben, dass sich im Zusammenhang mit der Verringerung des Defizits und der Erwirtschaftung „verträglicher Zahlen“ mittelfristig Veränderungen bei der Werdohler Stadtklinik ergeben müssen.

Inzwischen liegen dazu vor Weihnachten gefasste, verbindliche Beschlüsse des Aufsichtsrates vor, die noch über das hinausgehen, was Schüwer angedeutet hatte.

Danach hat der Aufsichtsrat „grünes Licht“ für eine Aufstockung des Seniorenzentrums an der Schulstraße gegeben. 25 neue Pflegeplätze sollen geschaffen werden. Dazu soll der im Jahr 2000 errichtete Gebäudekomplex aufgestockt und um eine komplette Ebene erweitert werden.

Wie Robert Schüwer auf Anfrage mitteilte, soll für dieses Projekt jetzt umgehend in die Detailplanung eingetreten werden. Baustart wird nach jetzigem Erkenntnisstand 2012 sein; ein Jahr später sei mit der Inbetriebnahme zu rechnen.

Das Investitionsvolumen solle sich auf maximal 2,55 Millionen Euro belaufen, wobei sich auch der Förderverein der Stadtklinik und des Seniorenzentrums an der Finanzierung beteiligen werde. Hier ist von einem Zuschuss in Höhe von 150 000 Euro die Rede.

Mit diesem Beschluss ist das Denkmodell vom Tisch, das vierte, weitgehend freie Obergeschoss der Stadtklinik für die Erweiterung der Pflegeplätze zu nutzen. Man werde nun, so Robert Schüwer, gezielt potenzielle Interessenten ansprechen, die diese Etage – etwa für Arztpraxen – nutzen könnten. Das sei bisher nicht geschehen, weil das Projekt der Aufstockung im Pflegezentrum noch in der Schwebe hing.

Klarheit gibt es seit kurz vor Weihnachten auch hinsichtlich der Krankenhaus-Küche. Hier steht eine generelle Strukturänderung bei allen drei Häusern der Märkischen Kliniken an. Der Beschluss des Aufsichtsrates läuft darauf hinaus, das Küchensystem grundsätzlich umzustellen. Das betrifft in erster Linie die Standorte Werdohl und Lüdenscheid, denn Letmathe hat schon keinen eigenen Küchenbetrieb mehr.

„Wir bereiten zurzeit eine Ausschreibung vor“, so der Geschäftsführer, die den Bereich des Managements und Wareneinkaufes umfasst. Die Lieferung und Fertigung der Essen sollen vergeben werden. In den einzelnen Krankenhäusern werde das Essen künftig in den jeweiligen Stationen in Servicepunkten hergerichtet.

Eine Umsetzung dieser Neuerung ist in Werdohl für 2012 ins Auge gefasst. Einen genauen Zeitplan gebe es dazu allerdings nicht, so Schüwer, der den Vorteil in der neuen Regelung darin sieht, dass sie schrittweise eingeführt werden könne. Im Zusammenhang mit der nunmehr beschlossenen Umstellung seien auf jeden Fall auch personelle Fragen zu klären, betonte der Geschäftsführer.

Während die Umstellungen im Küchenbereich für Lüdenscheid mit einer Investition von rund drei Millionen Euro verbunden sind, konnte Schüwer für Werdohl keine exakte Zahl nennen. Sie falle jedoch wesentlich günstiger aus, als in eine neue Küche zu investieren – um etwa ein Drittel, so seine Schätzung.

Rainer Kanbach

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