Nach einem Jahr

Zurück in der alten Heimat: Pater Irenäus besucht Werdohl

„Pax et bonum“ ist auf der Kerze zu lesen – der Franziskanergruß. Zu Deutsch bedeutet dies „Frieden und Wohlergehen“. Und ganz offensichtlich ging es Pater Irenäus Wojtko im Werdohler Kloster sehr gut.
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„Pax et bonum“ ist auf der Kerze zu lesen – der Franziskanergruß. Zu Deutsch bedeutet dies „Frieden und Wohlergehen“. Und ganz offensichtlich ging es Pater Irenäus Wojtko im Werdohler Kloster sehr gut.

Nach mehr als einem Jahr kehrte Pater Irenäus Wojtko am Sonntag erstmals ins Werdohler Franziskaner-Kloster zurück.

„Es war aber keine überschwängliche Wiedersehensfreude“, sagte der Minoriten-Bruder. „Denn erst vor einer Woche haben mich die Menschen von hier in meiner neuen Heimat besucht.“

Der aktuelle Einsatzort von Irenäus Wojtko ist Walldürn, ein Städtchen im Odenwald, „auf der Grenze zwischen Baden-Württemberg und Bayern gelegen“, wie der Geistliche erklärte. Dort hatte er am Sonntagvormittag noch Vertretungsdienst in zwei Nachbargemeinden geleistet. „Ich war 60 Kilometer im Auto unterwegs, bis ich wieder zuhause war.“

Rund 280 Kilometer bis ins Sauerland

Und im Wagen blieb er dann auch, galt es doch, die rund 280 Kilometer lange Strecke ins Sauerland nach Werdohl hinter sich zu bringen. Anlässlich seiner ersten Rückkehr an die alte Wirkungsstätte überlegte Irenäus: „Die Landschaften hier und dort sind sehr ähnlich, viel Wald. Was ich aber in Walldürn klar vermisse, ist das Wasser, sind die Ausflüge an einem der Stauseen.

Die Einladung, am Sonntagabend in der St.-Michael-Kirche als Gastprediger bei der Transitus-Messe zu sprechen, freute Pater Irenäus sichtlich, sein Lächeln verriet es. „Es ist schön, wieder einmal hier zu sein“, gestand er. „Die Verbindung zu den Brüdern aus dem Kloster hier bleibt, die bricht nie ab“, ist er überzeugt.

Transitus-Messe

Der 3. Oktober ist für die ganze franziskanische Familie in jedem Jahr der Tag, an dem sie den Heimgang ihres Ordensgründers, des heiligen Franziskus von Assisi, feiert. Alljährlich an diesem Abend versammeln sich die Franziskaner in der ganzen Welt zu einer Gedächtnisfeier, die traditionell „Transitus“ (lateinisch: Hinübergang) heißt. Der Transitus ist mit Liedern und Texten aus der Biografie des heiligen Franziskus gestaltet. Am Sonntag feierte die Pfarrei St. Michael Werdohl/Neuenrade das Hochfest des heiligen Franziskus, also seinen Todestag.

Nächster Kurzbesuch für November geplant

So plant er bereits für November seinen zweiten Kurzbesuch. Bis dahin hofft er, im Odenwald angekommen zu sein. „Eigentlich habe ich keinerlei Schwierigkeiten, mich woanders einzugewöhnen. Doch Corona hat das bisher schwierig gemacht“, schilderte der 51-Jährige seine Probleme. „Ich kenne in Walldürn bisher kaum Menschen.“

Irenäus Wojtko war im Juli 2020 von mehr als 200 Gästen bei einem Gottesdienst auf der Lennewiese als Pfarrer der Pfarrei St. Michael Werdohl-Neuenrade verabschiedet worden. Wojtko hatte 17 Jahre in Werdohl im Kloster gelebt, ehe sein polnischer Orden ihn an das Franziskaner-Kloster in Walldürn sandte.

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