Brandschutz, Digitalisierung und Klimaschutz die Schwerpunkte

Zukunftsinvestitionen trotz Corona: Das plant die Stadt Werdohl

In Werdohl sollen in den kommenden Jahren mehr als 10 Millionen Euro für Brandschutz, Digitalisierung und Klimaschutz ausgegeben werden.
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In Werdohl sollen in den kommenden Jahren mehr als 10 Millionen Euro für Brandschutz, Digitalisierung und Klimaschutz ausgegeben werden.

Während sechs Millionen Euro coronabedingte Schäden wie Spielgeld oder Luftbuchungen aus dem Haushalt der Stadt Werdohl herausgenommen werden dürfen, wird die Stadt in diesem Jahr für Investitionen in die Zukunft eine Menge echtes Geld ausgeben.

Den größten Investitionsblock im Haushalt für die Jahre 2021 bis 2023 nimmt der Bau von zwei Feuerwehrgerätehäusern in Anspruch. Für das Gerätehaus Stadtmitte, das vermutlich auf dem Grundstück am Grasacker gebaut wird, sind in diesem 800 000 Euro für die Planung und eine Million Euro Baukosten im Haushalt eingestellt. Für 2022 sind weitere 2,5 Millionen Euro in Planung. Um ein Jahr zeitversetzt wird auch das Gerätehaus für die Königsburg finanziell eingeplant: 500 000 Euro Planungskosten in 2021 folgen 1,25 Millionen Euro Baukosten für jeweils 2022 und 2023. Während der Rohbau am Grasacker schon Ende dieses Jahres stehen soll, wird auf der Königsburg noch nach einem Grundstück gesucht.

Die politische Diskussion im alten Rat ging dahin, zwei unterschiedliche Modelle für den Bau des Hauses am Grasacker zu prüfen. Die CDU hatte eine Variante zum Bauherrenmodell durch die Stadt ins Gespräch gebracht. Das Bauherrenmodell wird wahrscheinlich auf die Verpflichtung eines Generalunternehmens hinauslaufen. Das würde per Ausschreibung gesucht und das fertige Gebäude für eine bestimmte Summe schlüsselfertig an die Stadt übergeben. Die Stadt bleibt in diesem Fall Besitzer.

Entscheidung über Modell muss noch getroffen werden

Die von der CDU angeregte Variante wäre eine Investorenmodell: Ein Unternehmen baut für die Stadt ein Gebäude und vermietet es langfristig an die Stadt.

Die Entscheidung, welches der beiden Modelle für die Stadt von Vorteil wäre, muss noch von Bauabteilung und Kämmerei getroffen werden. In Vorbereitung dieser Entscheidung ist bekanntlich ein Planungsbüro beauftragt worden, dass die Grundlagen für die eigentliche Ausschreibung der konkreten Bauplanung bringen soll.

Es geht auch um die Mehrheitsverhältnisse im Rat

Beide Finanzierungsmodelle sind unter anderem durch Verpflichtungsermächtigungen im Haushaltsplanentwurf für 2021 und die Folgejahre abgebildet. Kämmerin Vanessa Kunze-Haarmann bringt es auf den Punkt: „Fakt ist: Wir müssen die Dinger bauen.“ Um sich für die wirtschaftlichste Variante entscheiden zu können, müsse erstmal der Bürgermeister wieder fit werden. Ein wenig geht es dabei auch um die Mehrheitsverhältnisse im Rat.

Neben den 7,3 Millionen Euro für die beiden Feuerwehrgerätehäuser sind noch insgesamt weitere 3,5 Millionen Euro an Investitionen allein in den Haushalt 2021 eingetragen. Der größte Einzelposten sind 802 700 Euro für die Kosten der Digitalisierung der Grundschulen. Weitere 200 000 Euro fließen in die Grundschulen für sicherheitsrelevante Maßnahmen. Das Rathaus wird für 200 000 Euro neu verkabelt und für weitere 200 000 Euro an die Breitbandversorgung angeschlossen, dazu bekommt das Rathaus für 150 000 Euro neue Fenster. 341 000 Euro sind für die Fassadendämmung der Riesei-Sporthalle geplant, das sind Investitionen in den Umweltschutz. 150 000 Euro gehen in die Hangsicherung am Pungelscheider Weg, 150 000 Euro in den Umbau von Bushaltestellen und 100 000 Euro sind für die Aufwertung des Lenneufers vorgesehen.

Neue Kredite werden aufgenommen

Für alle städtischen Investitionen müssen Kredite aufgenommen werden, die den zuletzt stagnierenden Gesamtschuldenstand wieder in die Höhe treiben.

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