Zugedröhnt in Werdohl einen Unfall verursacht

WERDOHL ▪ Nachdem sich der 32-jährige Plettenberger nach eigenen Worten „so richtig die Kante gegeben“ und dazu auch noch Amphetamine eingeworfen hatte, setzte er sich ans Steuer seines Autos und baute prompt in Werdohl einen Unfall. Wegen dieser Trunkenheitsfahrt in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung musste er sich gestern am Amtsgericht in Altena verantworten.

Im August dieses Jahres war der arbeitslose Angeklagte mit einer Freundin unterwegs. „Ich war schon länger nicht mehr draußen gewesen, da wollten wir zusammen etwas unternehmen“, beschrieb er den Abend. „Etwas zu unternehmen“ bedeutete für die Beiden ein gehöriges Betrinken und ein Besuch der Disco „Altstadt“ in Neuenrade. Seine Freundin habe ihm im Laufe des Abends dann auch die Amphetamine gegeben, erklärte der Angeklagte vor Gericht, wollte aber keinen Namen nennen.

In der Wohnung einer weiteren Bekannten sei es dann in den frühen Morgenstunden zum Streit gekommen, als er nach Hause gewollt habe. „Taxi bestellen, Taxi nicht bestellen. Das ging so hin und her. Am Ende bin ich aus Frust aus der Wohnung und habe mich hinters Steuer gesetzt“, gestand der 32-Jährige dem Gericht. Auf der Neuenrader Straße in Werdohl kam es dann zum Zusammenstoß mit einem anderen Wagen. Bilanz des Crashs: 15 000 Euro Schaden am anderen Fahrzeug, das eigene Auto geschrottet und obendrein auch noch ein leicht verletzter Unfallgegner. Im Blut des Plettenbergers fanden sich später eine Alkoholkonzentration von 1,72 Promille und Spuren des Drogenkonsums.

Dem Angeklagten tat sein Verhalten aber offenbar leid. Per Handschlag entschuldigte er sich zerknirscht im Gerichtssaal bei den Geschädigten. Das Gericht verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 15 Euro, einer Gesamtstrafe von 1350 Euro. Außerdem ist sein Führerschein jetzt erst einmal weg und vor Ablauf von zehn Monaten kann er auch keinen neuen Führerschein beantragen. ▪ gran

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