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Zu viele Schulverweigerer: In diesem Jugendzentrum im MK gilt weiterhin die Testpflicht

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Von: Carla Witt

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Kinder und Jugendliche, die die Jugendeinrichtungen in Werdohl besuchen wollen, müssen eine Bescheinigung über ein negatives Corona-Testergebnis vorlegen, oder sich vor Ort testen.
Kinder und Jugendliche, die die Jugendeinrichtungen in Werdohl besuchen wollen, müssen eine Bescheinigung über ein negatives Corona-Testergebnis vorlegen, oder sich vor Ort testen. © Rolf Vennenbernd/dpa

„Das Wohl der Kinder liegt uns sehr am Herzen. Wir möchten sie so gut es geht vor einer Infektion mit dem Corona-Virus schützen“, unterstreicht Christina Sabanci-Henkes, Mitarbeiterin der Jugendpflege in Werdohl.

Mit Blick auf die steigende Zahl der Infizierten auch im Märkischen Kreis gebe es deshalb in allen Werdohler Jugendeinrichtungen eine neue Regel: Alle Besucher, die nicht genesen oder geimpft sind, müssen eine Bescheinigung über das negative Testergebnis aus der Schule vorlegen – oder vor Ort einen Schnelltest durchführen.

Damit haben sich die Verantwortlichen der Jugendpflege dazu entschlossen, die Regeln, die in der Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen aufgeführt sind, deutlich zu verschärfen. Denn dort heißt es: „Schulpflichtige Kinder und Jugendliche gelten aufgrund ihrer Teilnahme an den verbindlichen Schultestungen als getestete Personen. Sie brauchen dort, wo die 3G-Regel gilt, lediglich ihren Schülerausweis vorzulegen.“

Nicht alle Kinder und Jugendlichen nehmen regelmäßig am Unterricht teil

Sabine Bleckmann, administrative Leiterin des Werdohler Jugendamtes, erläutert den Hintergrund der Regel in Werdohl: „Wir wissen, dass es durchaus Kinder und Jugendliche gibt, die nicht regelmäßig am Unterricht teilnehmen.“ Aus diesem Grunde könne man eben auch nicht bei allen jungen Besuchern sicher sein, dass sie jeweils am verpflichtenden Schultest teilgenommen hätten.

Bisher habe es keine Kritik an der Test- beziehungsweise Nachweispflicht in den Jugendeinrichtungen gegeben, berichtet Sabanci Henkes: „Wir haben Einverständniserklärungen verteilt, die von den Eltern unterschrieben werden müssen – und haben schon sehr viele Rückläufer.“ Für die Kinder sei der Corona-Test ohnehin kein Problem: „Das kennen sie doch aus der Schule, es ist für sie inzwischen Routine.“

In Neuenrade hält man sich an die Vorgaben des Landes

In der Nachbarstadt Neuenrade hält man sich dagegen an die Vorgaben des Landes. Grundschüler – für sie wird kein Schülerausweis ausgestellt – können das Jugendzentrum auf der Niederheide besuchen, ohne einen Nachweis vorlegen zu müssen. „Bei Jugendlichen, die eine weiterführende Schule besuchen, reicht es, wenn sie den Schülerausweis dabei haben“, sagt Vanessa Rohrmann, die im Jugendzentrum als Sozialarbeiterin tätig ist. Probleme durch Schulverweigerer sieht man in Neuenrade nicht: „Das sind wirklich sehr überschaubare Einzelfälle“, unterstreicht Ira Valsamidou, unter anderem Schul-Bereichsleiterin.

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