Bunte Sprühkreide

Zu Fuß zur Schule: Schüler verzieren Gehweg zur Motivation

Egal ob Dreiecke, Sterne oder Tierpfoten: Das Arbeiten mit der Sprühkreide bereitete den Kindern große Freude.
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Egal ob Dreiecke, Sterne oder Tierpfoten: Das Arbeiten mit der Sprühkreide bereitete den Kindern große Freude.

Klimafreundliche Mobilität fördern, die auch der jungen Generation Spaß macht: Unter anderem darum geht es bei der Europäischen Mobilitätswoche, an der in diesem Jahr zum zweiten Mal auch die Stadt Werdohl teilnahm.

Werdohl - Gut ein Dutzend OGS-Schüler aus der ersten, zweiten und dritten Jahrgangsstufe kümmerte sich am Dienstag darum, die Bürgersteige an der Mittelstraße mit bunten Symbolen zu verzieren.

„Das wurde super von den Kindern angenommen“, sagt Klimaschutzmanagerin Meike Majewski, die sich mit um die Organisation der Aktionen in Werdohl gekümmert hat. Dass viele Schüler von ihren Eltern quasi „bis in die Schule“ gefahren werden, sei ein massives Problem. Es sorge nicht nur für Verkehrsbeeinträchtigungen, sondern führe mitunter auch zu gefährlichen Situationen für die Kinder, „wenn die Autos hier in drei Reihen halten“, betonte Majewski.

Davon abgesehen, tue Bewegung den Kindern gut, gerade in der Pandemie. „Es gibt viele Gründe, die dafür sprechen.“ Um sie zu motivieren, zumindest das letzte Stück bis zur Schule zu Fuß zu gehen, gibt es nun die bunten Symbole auf dem Gehweg. Die Kinder haben diese selbst mit bunter Sprühkreide in leuchtenden Farben aufgesprüht.

„Nachdem ich mir hinter der Idee zuerst nicht viel vorstellen konnte, bin ich jetzt richtig begeistert“, sagte OGS-Leiterin Kuni Rakow, die schon ankündigte, diese Aktion im nächsten Jahr auch auf eigene Kosten mit den Schülern in der Betreuung durchführen zu wollen. „Das ist eine total gute Sache. Einige Kinder haben schon gesagt, dass sie morgen früh weiter unten rausgelassen werden wollen.“

Gemalt wurden von den OGS-Kindern unter anderem labyrinthartige Linien in verschiedenen Farben, auf denen man laufen soll. Auch Tierpfoten, Fußabdrücke und das Hüpfspiel „Himmel und Hölle“ sind entstanden.

Für ein ansprechendes Aussehen der farbigen Symbole sorgten nicht nur die Kinder, die zum Teil freihand arbeiteten, sondern auch die Veranstalter der Europäischen Mobilitätswoche. In vorsortierten Materialboxen lagen neben Kreidestiften und Kreidedosen zudem Schablonen, die den Kindern das Verzieren erleichterten.

Das Maskottchen der Mobilitätswoche, Fantasiewesen Edgar, gab es für die Kinder als reflektierenden Anhänger geschenkt. Im vergangenen Jahr hatte es noch Stoffmasken mit einem Aufdruck des Maskottchens gegeben. Damals verzierten die Kinder der Martin-Luther-Grundschule die Bürgersteige. Sie durften in diesem Jahr auch wieder ran, allerdings in erster Linie auf dem Schulhof.

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