Ziel: Förderung des Wirtschaftsstandortes

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Bürgermeister und Wirtschaftsförderer übergaben Werdohl-Beutel an die Neuen. ▪

WERDOHL ▪ Martin Patent ist zufrieden, denn seine Autowerkstatt an der Plettenberger Straße boomt. Seit Anfang Februar arbeitet er in den hinteren Räumen der Star-Tankstelle.

Wochenlang hatte er nach einer geeigneten Fläche für seine Werkstatt gesucht. „Ich wollte schon nach Neuenrade umziehen.“ Doch dies wusste die Stadt zu verhindern. Wirtschaftsförderer Bernd Mitschke beteiligte sich intensiv an der Suche – mit Erfolg. Gestern kamen Bürgermeister Siegfried Griebsch und der Wirtschaftsförderer, um Martin Patent für die Zukunft alles Gute zu wünschen. Aber nicht nur er wurde besucht. Die Stadt-Vertreter nutzten die Gelegenheit, um auch Bärbel Nettsträter zu ihrem Neuanfang zu gratulieren. Denn sie ist die neue Pächterin der Star-Tankstelle.

„Wir als Stadt sind über Alles froh, das uns hilft, den Wirtschaftsstandort Werdohl zu fördern“, erklärte Bürgermeister Griebsch. So sei es ihm ein wichtiges Anliegen gerade alteingesessenen Unternehmen, wie der Patent-Werkstatt zu helfen. Der Kfz-Meister musste den alten Standort verlassen, da der Vermieter Eigenbedarf angemeldet hatte. „Wir nennen das Bestandspflege und versuchen, jedem Unternehmer bestmöglich zu helfen“, erläutert Mitschke das Konzept. Auch wenn es der Werdohler Wirtschaft langsam wieder besser gehe und ein klarer Aufwärtstrend erkennbar sei, müsse es weiterhin das Ziel der Stadt sein, den Wirtschaftsstandort Werdohl zu fördern. Daher sei es von großer Bedeutung, einen engen Kontakt zu den Unternehmen zu pflegen. „Wir müssen die Nöte und Ängste der Firmen kennen“, berichtete Mitschke. Dabei spielen in Werdohl auch die kleinen Unternehmen, wie eben die Werkstatt oder die Tankstelle, eine entscheidende Rolle. „Wir haben natürlich mit ThyssenKrupp, Vossloh und Fischer einige Großunternehmen, aber 90 Prozent aller Arbeitnehmer arbeiten in kleinen bis mittelgroßen Betrieben", erläuterte der Wirtschaftsförderer die Bedeutung der Besuche. Daher müsse es Ziel sein, auch diese Unternehmen in Werdohl zu halten. Und somit die Stadt als Wirtschaftsstandort aufzuwerten. Offenbar mit Erfolg, denn die Gewerbeflächen seien weit ausgereizt und das obwohl die Wirtschaft derzeit noch zurückhaltend investiere. Lediglich in Rosmart und Wintersohl gäbe es freie Grundstücke.

Lydia Machelett

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