Zertifikate für fleißige Kinder

Der Spaten ist ganz schön schwer – trotzdem schaufeln die Nachwuchshandwerker eifrig Pflastersteine zur Seite. In die so entstandene Lücke soll eine Hecke gepflanzt werden. Auch der Asphalt wird noch aufgeschlagen, um für mehr Grün zu sorgen. - Foto: Witt

WERDOHL -  Obwohl der Hochsommer momentan eine Pause eingelegt hat, ist beim Werdohler Kinderspaß schwitzen angesagt: Gestern haben insbesondere die Jungs damit begonnen, ein Teil der Pflastersteine vor dem Jugend- und Bürgerzentrum zu entfernen, um dort eine Hecke zu pflanzen.

Getreu dem Aktionsmotto „Durchs hohe Gras“ grünt es inzwischen schon kräftig rund um das Gebäude an der Schulstraße. „Und es wird noch mehr“, verspricht Jugendpfleger Michael Tauscher – und deutet auf die asphaltierte Fläche neben dem Eingang. „Hier werden wir noch den Asphalt aufschlagen und eine Pflanze in die Erde setzen.“ Auch Tauscher selbst packt natürlich kräftig mit an, greift zum Spaten und beginnt damit, eine Hortensie auszugraben. „Die soll einen anderen Platz bekommen“, betont er.

Während die großen und kleineren Männer mit den Erdarbeiten beschäftigt sind, freut sich Betreuerin Astrid Bauriedel über tatkräftige Hilfe beim Gießen. „Bedingt durch die Hitzeperiode haben wir bereits alles eingepflanzt, was wir hatten“, berichtet sie im Gespräch mit unserer Zeitung. Außerdem müssen die frisch eingesäten Gewächse – zum Beispiel die Kräuter – regelmäßig mit Wasser versorgt werden. Eine Aufgabe, die der zehnjährigen Elisabeth „Elli“ Tauscher sichtlich Freude bereitet. Bereits vor dem Wochenende hat sie eine Gießkanne nach der anderen gefüllt und deren Inhalt verteilt. „Ich habe eigentlich keinen grünen Daumen. Zuhause klappt das nie, aber hier macht es auch ganz viel Spaß“, verrät sie lächelnd.

Astrid Bauriedel ist stolz auf ihre gesamte Gärtnerschar und lobt die Kinder: „Drei der Mammutbäume, die wir gesät haben, sind schon nach zwei Wochen gekeimt. Normalerweise dauert das sieben Wochen.“ Das Engagement der Kinder will sie belohnen: „Jeder, der mitgeholfen hat, bekommt ein Gärtnerzertifikat“, betont sie. Das gelte natürlich auch für die Bauarbeiter: „Sie erhalten ein Handwerkerzertifikat.“

Von Carla Witt

Wer noch Pflanzen für den Außenbereich des Jugend- und Bürgerzentrums spenden kann, ist an der Schulstraße willkommen.

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