Zehn Jahre Kyrill: Nasslagerplatz für Kyrill-Holz  - Rechnung geht auf 

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Der Nasslagerplatz prägte lange das Stadtbild Werdohls

Werdohl - Ende Juli 2009 war ein weiteres Kyrill-Andenken aus Werdohl verschwunden. Die Forstbehörde Lüdenscheid ließ den Nasslagerplatz in der Schlacht räumen, auf dem zweieinhalb Jahre lang 13.500 Festmeter Sturmholz aufbewahrt wurden.

Die Rechnung, die Revierförster Frank Bossong mit den Forstbetriebsgemeinschaften angestellt hatte, sollte am Ende aufgehen. „Für den ganzen Aufwand kommt das hier zu einem versöhnlichen Ende“, zeigte sich Bossong damals heilfroh, dass der Nasslagerplatz nach zweieinhalb Jahren Bewässerung geräumt werden konnte.

In Bossongs Bezirk in Werdohl hatte Kyrill im Januar 2007 rund 100.000 Festmeter Holz umgeworfen. Zunächst behalfen sich die Forstwirte mit Lebendlagerung im Wald, dann wurden überall im Land Nasslagerplätze eingerichtet. 

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Die Stadt Werdohl mietete die Fläche in der Schlacht vom damaligen Besitzer Chafik Itani. Unter Aufsicht des Revierförsters lagerten Privatwaldbesitzer und Forstbetriebsgemeinschaften dort ihr Holz, das mit Lennewasser feucht gehalten wurde. Die Bäume selbst waren zwischen 70 und 80 Jahre alt, zweieinhalb Jahre lebten sie in der Schlacht weiter.

Kyrill vor 10 Jahren in Werdohl

Hätte man die Stämme noch viel länger gelagert, hätten die Kosten für Miete und Berieselung die Erträge aufgefressen. Das Sägewerk der Ante-Gruppe in Hessen hatte das Vorkaufsrecht, die Preisverhandlungen waren aber zunächst nicht so günstig für die Waldbauern. 

Dann spielte wieder ein natürlicher Effekt eine entscheidende Rolle. Die Sägewerke hatten im Sommer 2009 mit einer Menge Schadholz durch Käferbefall gerechnet. Wegen der kühlen und nassen Witterung kam das aber nicht – das frische Holz von der Forstbehörde Lüdenscheid füllte die Lücke.

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