Zehn Jahre Auffangstation: Tierschutzverein hat schon rund 800 Katzen betreut

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Die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag (4. von links) übergab im Rahmen des Sommerfestes eine Sachspende an die Verantwortlichen des Tierschutzvereins.

Werdohl - Zehn Jahre wird 2019 die Auffangstation des Tierschutzvereins Werdohl-Neuenrade. Das feierten die Vereinsmitglieder am Sonntag groß mit ihren Gästen beim Sommerfest.

„Rund 800 Katzen haben seither in der Auffangstation gelebt“, erklärte die Zweite Vorsitzende des Vereins Constanze Carstens-Beste. Hunde dürfe der Verein an dieser Stelle an der Gildestraße nicht beherbergen. „Da sind die gesetzlichen Auflagen in Bezug auf Zwingergrößen, Personalstärke und Geländesicherung noch einmal viel höher.“ 

Der bereits Mitte der 1950er-Jahre gegründete Tierschutzverein nehme allerdings recht regelmäßig auch Kaninchen und Meerschweinchen auf, die in privaten Haushalten der Tierschützer untergebracht werden. Gelegentlich passiere selbiges mit Wellensittichen, erläutert Carstens-Beste. 

Auffangstation selbst finanziert

Die Auffangstation am Kettling finanzierte der Verein selbst. „Vorher hatten wir nur notdürftige Unterkünfte“, weiß die Zweite Vorsitzende. „Das Grundstück hier mieten wir von den Stadtwerken.“ Seit einem Jahrzehnt leben dort also Katzen, im Schnitt etwa drei bis vier Wochen, erklärt Carstens-Beste. 

Ein Schminkstand gehörte zu den Angeboten für die jüngeren Besucher.

„Wir achten bei der Vermittlung aber genau darauf, dass es passt.“ So werde kein Stubentiger mit Freiheitsdrang in eine Hochhaus-Wohnung vermittelt. Und auch andere Kriterien sprächen gelegentlich gegen die schnelle Lösung, die aber nur auf den ersten Blick auch eine gute zu sein scheint. 

Kinderschminken und Tombola

Beim Sommerfest gab es einen Stand mit Kinderschminken, Kaffee, Kuchen, Gegrilltes und eine Tombola. Die Hauptpreise waren drei Präsentkörbe. Dazu kamen Gutscheine von Einzelhändlern aus Werdohl und Neuenrade sowie hochwertige Einzelpreise, die die Händler gestiftet hatten. Innerhalb von zwei Stunden waren alle 1500 Lose an die Frau oder an den Mann gebracht. 

Eine Tierfotografin, eine Tierverhaltenstrainerin und eine Hundetrainerin rundeten das Angebot beim Sommerfest ab. Die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag überbrachte eine Spende: reichlich Katzenfutter und eine Katzenhöhle in Form eines weit aufgerissenen und mit „scharfen“ Zähnen versehenen Hai-Mauls. 

Helfer stets gesucht

Stets gesucht sind beim Tierschutzverein Werdohl-Neuenrade noch Helfer, beziehungsweise private Auffangstationen.

Wer sich vorstellen kann, den Verein und die Tiere zu unterstützen, meldet sich beim Vorstandsmitglied Petra Klaes unter der Rufnummer 0 23 92 / 6 08 56.

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