Zahl der Arbeitslosen in Werdohl ist leicht gestiegen

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Im Januar waren in Werdohl 807 menschen ohne Job.

Werdohl - Die Zahl der Arbeitslosen in Werdohl ist im Januar gestiegen. Das geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Statistik der Bundesagentur für Arbeit hervor. Demnach waren im ersten Monat des Jahres 807 Personen ohne Job.

Verglichen mit den Zahlen von Dezember 2017 waren das 20 Personen (2,5 Prozent) mehr. Im Vergleich zum Januar des Vorjahres ist die Zahl der Erwerbslosen allerdings gesunken: Vor einem Jahr waren 852 Werdohler ohne Job, also 5,3 Prozent mehr. 

Unter den 807 Personen, die derzeit in der Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit geführt werden, waren 409 Männer und 398 Frauen. 351 Arbeitslose waren Ausländer, 82 waren jünger als 25 Jahre und 177 waren 55 Jahre und älter. 

Die Entwicklung in Werdohl spiegelte im Januar nicht ganz die Situation im Märkischen Kreis wider. Kreisweit ist die Zahl der Menschen ohne Job gegenüber Dezember um 4,5 Prozent gestiegen und gegenüber dem Januar 2017 um 7,8 Prozent gesunken. Die Arbeitslosenquote lag im Januar kreisweit bei 6,4 Prozent; für Werdohl wird diese Quote nicht extra ausgewiesen.

Arbeitsmarkt "unverändert dynamisch"

„Trotz des saisontypischen Anstiegs zeigt sich der Arbeitsmarkt zum Jahresbeginn unverändert dynamisch. Die Arbeitskräftenachfrage ist ungebrochen hoch und bietet Arbeitssuchenden gute Chancen auf eine neue Beschäftigung“, fasste die Chefin der auch für Werdohl zuständigen Arbeitsagentur Iserlohn, Sandra Pawlas, die Situation am Arbeitsmarkt im Märkischen Kreis zusammen. Dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Iserlohn und des Jobcenters seien im Januar 1156 offene Stellen gemeldet worden, die Arbeitskräftenachfrage liege aber weit darüber: „Der Stellenbedarf beläuft sich aktuell auf 4748 sozialversicherungspflichtig gemeldete Stellen“, teilte die Arbeitsagentur mit. „Das ist für einen Januar jedoch unge-wöhnlich hoch“, sagte Pawlas. 

Die Agentur-Chefin wagte auch einen Blick in die nahe Zukunft: „Der Zugang geflüchteter Menschen ist eine dauerhaft ungewisse Einflussgröße, die uns auch weiter begleiten und sich in den Arbeitslosenzahlen wiederfinden wird. Unabhängig davon ist der Arbeitsmarkt in sehr robuster Verfassung. Die Arbeitslosenzahlen werden sich – nach den üblichen saisonbedingten Anstiegen im Januar und Februar – mit der Frühjahrsbelebung ab März wieder abbauen.“

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