„Xaver“ bringt den ersten Schnee

Auf den Höhen brachte „Xaver“ Schnee, im Werdohler Tal blieb es weitesgehend grün.

WERDOHL -  „Xaver“ brachte für die Stadt an Lenne und Verse keinen Sturm, dafür aber den ersten Schnee des gerade begonnen Winters. Zumindest aus polizeilicher Sicht verlief der Wintereinbruch, der im Südkreis ohnehin deutlich heftiger ausfiel als im Lennetal, ohne besondere Vorkommnisse.

Von Simone Benninghaus

„Wir haben Glück gehabt“, hieß es auf der Werdohler Wache. Da das Sturmtief groß angekündigt worden sei, hätten sich wohl alle Autofahrer auf unwegsame Witterungsverhältnisse eingestellt und den Weg zur Arbeit unter Umständen früher angetreten. Autofahrer seien angepasst gefahren, lobte die Polizei und berichtete, dass es keine besonderen Meldungen zu Straßenglätte gegeben hätte. Rutschig sei es im Bereich Höllmecke gewesen.

Im Busverkehr war die Situation etwas angespannt, bei einigen Linien kam es zu Verspätungen. „Normal, wenn der erste Schnee fällt“, hieß es bei der Märkischen Verkehrsgesellschaft.

Die Mitarbeiter des Baubetriebshofes hatten bis zum Einsetzen des Berufsverkehrs dafür schon reichlich Arbeit geleistet. Gegen vier Uhr habe Schneefall eingesetzt, daher seien alle verfügbaren Kollegen im Einsatz gewesen, berichtete Özkan Erdogan. Neben den Streufahrzeugen seien auch die Fußtrupps unterwegs gewesen, vor allem um Treppen und Verbindungswege abzustreuen. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt sei es vielerorts glatt gewesen. „Wir haben in Werdohl einen gut funktionierenden Winterdienst“, lobte Erdogan. Bei entsprechender Wetterlage seien stets alle Kollegen gleich erreichbar. Auch am Wochenende sei eine Zusatzbereitschaft eingerichtet.

Gelassen blieb Stadtbrandinspektor Manfred Theile. Am Abend des Donnerstags war es für die Feuerwehr zu drei Einsätzen gekommen. Gegen 19.30 Uhr mussten die Wehrmänner des Löschzugs Kleinhammer und der Löschgruppe Brüninghaus auf dem Solmbecker Weg in Höhe des Steinbruchs einen größeren Ast von der Fahrbahn räumen. Kurze Zeit später drohte ein Baum an der Derwentsider Straße umzufallen. Da er sich im Privatbesitz befindet und nicht auf die Fahrbahn zu stürzen drohte, wurde die Feuerwehr nicht tätig, da der Baum „keine Gefahr für eine öffentliche Fläche“ darstellte. An der Bergstraße/Ecke Otto Spelsberg-Straße wurden um 21.06 Uhr zwei parkende Autos von den Ästen eines Baumes getroffen. Der Baum musste – allerdings nicht von der Feuerwehr – gefällt werden.

Eine besondere Bereitschaft hatte die Stadtwehr für Sturmtief „Xaver“ nicht eingerichtet. Schließlich seien die Unwetterankündigungen nicht vergleichbar mit den Meldungen für den Norden gewesen, so Theile. Die Werdohler Feuerwehr habe sich daher in normaler Bereitschaft befunden.

In den Schulen fand normaler Unterrichtsbetrieb statt; am Donnerstag waren an manchen Einrichtungen Unterrichtsstunden ausgefallen. Schüler der Realschule durften nach der 5. Stunde den Heimweg antreten.

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