„Es ist wie ein Wunder“: Neue Schulleiterin startet

Schulrätin Annette Heinz (l.) begrüßte gestern die neue Leiterin der evangelischen Grundschule, Britta Schwarze (Mitte).

WERDOHL ▪ Auf einmal ging alles blitzschnell: Gestern hat Britta Schwarze, die erst vorvergangene Woche Donnerstag gewählte neue Leiterin der evangelischen Grundschule, ihren Dienst aufgenommen.

Weit vor Unterrichtsbeginn hatte Schulrätin Annette Heinz gestern früh nach Ütterlingsen gebeten, um Britta Schwarze ins Amt zu setzen. Nur im Wege einer Abordnung sei der Wechsel von der Herscheider Grundschule nach Werdohl so schnell möglich gewesen. Die Bezirksregierung war noch Ende der Woche von einem Start frühestens zum 1. April ausgegangen. Die notwendige Verwaltungsakte werde nachgeholt, damit Britta Schwarze sofort die seit dem Sommer vakante Stelle der Schulleitung übernehmen kann. In diesem Zusammenhang dankte die Schulrätin Andrea Esken, die die evangelische Schule kommissarisch geleitet hatte und kommenden Montag wieder auf ihrer eigentliche Stelle als Konrektorin der katholischen Grundschule zurückkehrt.

Schulrätin Heinz lobte Britta Schwarze überschwänglich und emotional. „Ich sage es ganz ehrlich: Ich hätte es nicht für möglich gehalten. Es ist wie ein Wunder.“ Gerade in den ländlicheren Gebieten blieben Leitungsstellen an Grundschulen lange unbesetzt, in Werdohl sei die Besonderheit des evangelischen Profils hinzugekommen. Aufwand und Bezahlung stehen offensichtlich in einem Missverhältnis. Angerechnet werden 14 Stunden Unterricht und 14 Stunden Leitungsarbeit. Mit 28 Arbeitsstunden pro Woche ist so eine Stelle allerdings ganz sicher nicht zu bewältigen.

Von den Qualitäten von Britta Schwarze war die Schulrätin rasch überzeugt: Sie habe „außergewöhnlich gute“ pädagogische Konzepte zur Integrationsarbeit bei gleichzeitiger evangelischer Profilbildung vorgelegt. Die erforderliche Prüfung habe Schwarze entsprechend „beeindruckend“ abgelegt. Schwarze nahm diese „Vorschusslorbeeren“ als „verpflichtend“ auf, für sie beginne ein neuer Lebensabschnitt. Das evangelische Profil sei ihr zudem eine Herzensangelegenheit und die „vornehmste Aufgabe“, sie habe sich bewusst für Werdohl und die Stelle entschieden. Bürgermeister Siegfried Griebsch zeigte sich überzeugt, dass eine gute Schulleitung gefunden worden sei. Unabhängig von der Schulstandortfrage sei die evangelische Grundschule jetzt bestens versorgt. Pfarrer Martin Buschhaus wünschte Gottes Segen und dankte dem Kollegium.

Ein Dank ging an Gaby Lossau, die zwischenzeitlich Leitungsaufgaben in der evangelischen Schule übernommen hatte.

Volker Heyn

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