Wütend über Vandalismus im Freibad

Völlig zerstört wurde dieser Strandkorb.

WERDOHL ▪ Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch – aber auch mit Enttäuschung – reagierte Schwimmmeister Uwe Dickmann Freitagmorgen auf das, was er im Ütterlingser Freibad zu Gesicht bekam, nachdem erst vor kurzem in das Kassenhäuschen eingebrochen worden war (wie berichtet): Vandalismus, so weit das Auge reichte.

Volle Mülleimer, die erst am Freitagmorgen geleert werden sollten, waren in die Schwimm- und Badebecken geworfen worden, Strandkörbe wurden demoliert und teilweise völlig auseinander gerissen, drei Bänke standen auf dem Edelstahl-Grund des Schwimmer-Beckens und hatten bereits Rostflecken hinterlassen.

Drei Stunden zusätzliche Arbeit waren nötig, um die Vandalismusschäden zu beseitigen, berichtete Uwe Dickmann. Bänke und Mülleimer mussten an Land geholt, der Beckenboden abgesaugt und herumschwimmende Teile mit einem Kescher aus dem Wasser gefischt werden. Ob die beschädigten Strandkörbe alle gerettet werden können, bleibt offen. Der entstandene Schaden (einschließlich Arbeitsaufwand) liegt bei rund 1 000 Euro.

Die Rostflecken auf dem Edelstahl-Boden bedürfen einer Spezialbehandlung. Die andere Alternative wäre, so Dickmann: „1 500 Kubikmeter Wasser raus, reinigen und währenddessen das Freibad drei Tage schließen.“ Und das bei dem Wetter!

Der Tatzeitraum – am Donnerstag zwischen 22.45 und 23 Uhr – ließ sich deshalb so gut bestimmen, weil die Aktionen in den Becken Wellen schlagen, Wasser in den Überlauf gelangt und von dort in einen Sammelbehälter fließt. Dort erhöht sich das Wasservolumen. Das Ganze wird aufgezeichnet und kann auf einem Diagramm sichtbar gemacht werden.

Eins ist nach dieser Aktion für den Schwimmmeister sicher: „Es gibt jetzt absolut Nulltoleranz gegenüber Nachtbadern.“ Früher wurde schon mal ein Auge zugedrückt, doch das ist jetzt Vergangenheit. Anzeige ist erstattet, die Polizei wurde gebeten, verstärkt ein Auge auf das Freibad zu haben. Das gilt auch für die Anwohner.

Rainer Kanbach

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