Wohnungsgesellschaft: Erfolg durch Teamgeist

Ein symbolträchtiges Foto von Mitarbeitern der Wohnungsgesellschaft beim Stadtfest: Geschäftsführer Ingo Wöste meint, dass auch die positive Einstellung des Teams sowie des gesamten Unternehmens samt Gesellschafter für den Erfolg der Woge steht.

WERDOHL ▪ Die Wohnungsgesellschaft Werdohl hat mit 2009 das erfolgreichste Jahr in der jüngeren Geschichte hingelegt. Geschäftsführer Ingo Wöste berichtete am Freitag über die Gesellschafterversammlung vom 24. Juni im neuen Nachbarschaftshilfezentrum Pungelscheid.

Fast alle Kennzahlen der finanziellen Leistungsindikatoren liegen über dem Niveau der Jahre seit 2005, seit Wöstes Dienstbeginn. 11,8 Millionen Euro Eigenkapital – das sind 40 Prozent – sind eine enorm sichere Basis und eine Rendite von 4,64 Prozent ist ebenfalls ansehnlich. „Die Rendite wird weiter wachsen“, versprach Wöste gestern. Dazu bleibt bereinigt ein liquides Vermögen (Cash Flow) von gut einer Million Euro in der Kasse.

Weil das Unternehmen nicht gewinnmaximiert arbeitet, sondern die Gesellschafter den größten Teil gleich wieder investieren, ist vor allem die Leerstandsquote ein Gradmesser des wohnungswirtschaftlichen Erfolgs. Wöste sagt an dieser Stelle stolz: „Wir sind unseren Leerstand los.“ Aktuell im Sommer 2010 seien 28 Wohnungen unvermietet, doch das sei bei knapp 1500 Wohnungen kein Leerstand. Durch die normale Fluktuation am Wohnungsmarkt sei es unmöglich, alle Einheiten zu 100 Prozent vermietet zu haben.

Das Argument, der nicht vorhandene Leerstand sei nur durch Abrisse und Verkäufe erreicht worden, lässt Wöste absolut nicht gelten. Zu Beginn hätten 220 Wohnungen leergestanden, davon wurden 110 im Bremfeld verkauft. 50 davon standen leer, die zieht Wöste ab. Von den 170 leeren Wohnungen wurden 40 abgerissen. Bleiben noch 130 leere Wohnungen. Wöste: „Die zu vermieten, war eine enorme Kraftanstrengung für uns.“ Das sei nur möglich, weil das komplette Team an Mitarbeitern, Gesellschaftern und Unternehmern an einem Strang ziehe.

Alle Leistungen der Woge zusammengenommen, die gesellschaftliche Akzeptanz, das Image, der Teamgeist, die Eigenverantwortung der Mieter – all das zusammen habe zum derzeitigen wirtschaftlichen Erfolg geführt. „Das macht uns zum führenden Immobiliendienstleister in Werdohl“, so Wöste beim Pressegespräch. Schließlich wisse man auch, dass es anders geht.

Wöste im Geschäftsbericht: „Die Vorgehensweisen einiger weltweit operierenden Immobilienkonzerne, die auch in Werdohl und Neuenrade Wohnquartiere besitzen, agieren mit einer rücksichtslosen Gewinnmaximierung zu Lasten der Mieterschaft.“ Die Woge macht es nach dem Willen der Eigentümer anders: Von den 439 000 Euro Gewinn aus 2009 werden gerade einmal 21 450 Euro als Bardividende ausgezahlt. Alles andere geht in die Rücklage.

Von Volker Heyn

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